
| 1. | Risikogruppen |
| 2. | Arbeit, Arbeit, Arbeit |
| Innere Ursachen | |
| Äußere Ursachen | |
| 3. | Entwicklungsphasen |
| 4. | Überwindung |
| 5. | Prävention |
Der Weg zum Burnout-Syndrom ist oftmals lang und in der Anfangsphase schwer zu diagnostizieren. Deswegen empfiehlt es sich, isolierte Symptome wie zeitweilige Schlaflosigkeit oder zunehmende Schwierigkeiten beim Entspannen genauer zu untersuchen. Auch Hinweise aus dem Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis sollten ernst genommen werden.
Experten skizzieren den Verlauf des Burnout nach folgenden Phasen:
Burnout beginnt in der Regel mit einem vermehrten Leistungseinsatz aus den bereits erläuterten inneren oder äußeren Gründen. Die Motivation scheint grenzenlos, Arbeitszeiten nehmen freiwillig überhand, die ständige Beschäftigung mit einem Thema fördert neue Ideen. Doch der gewünschte Effekt der Befriedigung schlägt sehr schnell um, wenn beispielsweise die Zeit fehlt, diese Ideen umzusetzen. Die Folge: freiwilliger Verzicht auf Freizeit, Hobbys und sportliche Betätigung. Die zunehmende Vernachlässigung von Familie, Freunden und Freizeitaktivitäten führt dazu, dass notwendige Regenerationsphasen entfallen.
Die Vernachlässigung berufsferner Interessen und die permanente körperliche und seelische Überforderung führen zu wachsender Erschöpfung. Erholung ist durch die permanente Anspannung nicht mehr möglich. Schlafentzug, unregelmäßige Arbeits- und der Verlust von Freizeitphasen verstärken die Entwicklung.
In diese Phase fällt häufig der steigende Konsum von Alkohol oder Drogen, in der Hoffnung, die Leistungsfähigkeit zu steigern oder zumindest zu erhalten. Daran gekoppelt ist eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Handelns, es findet ein Verdrängungsprozess statt. Kritik von außen trifft auf Unverständnis. Subjektiv empfundener Mangel an Zeit und die zunehmende Konfrontation mit dem Umfeld führt zum selbst gewählten Rückzug. Eine solche Rückzugshaltung belastet wiederum das soziale Leben und führt zu zunehmender Aggressivität oder Resignation.
Trotzdem wird ein Leben nach dem Motto "Mehr Einsatz – mehr Leistung" weiter verfolgt. Körperliche Probleme wie permanente Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Herz- und Kreislaufbeschwerden bis hin zu Erkrankungen des vegetativen Nervensystems machen dieses Motto immer mehr zur Farce.
Der Leistungspegel sinkt, die Panik vor den Folgen wird größer. In diesem Stadium wird das Burnout-Syndrom verstärkt nach außen sichtbar. Zunehmende Arbeitsverweigerung, wachsender Sarkasmus Kollegen oder Kunden gegenüber, lustlose und fehlerhafte Arbeitsweise sowie eine zunehmende Kritikunfähigkeit sind alarmierende Signale – auch für die Kollegen.
Das vollständig entwickelte Burnout-Syndrom mündet im körperlichen und seelischen Zusammenbruch, dem absoluten "Ausgebranntsein". Der Betroffene fühlt sich von der Außenwelt wie abgeschnitten. Häufigste Folge: schwere Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken, die völlige Fixierung auf sein eigenes Unvermögen und zunehmende Sinnleere. Der permanente Raubbau kann auch zu teilweise bleibenden körperlichen Schäden führen. Am Ende steht die tatsächliche Arbeitsunfähigkeit – das, was man mit seinem Einsatz eigentlich vermeiden wollte.
zurück

Übersicht aller Hauptkapitel
01805 / 288 200*