
| 1. | Risikogruppen |
| 2. | Arbeit, Arbeit, Arbeit |
| Innere Ursachen | |
| Äußere Ursachen | |
| 3. | Entwicklungsphasen |
| 4. | Überwindung |
| 5. | Prävention |
Neben der persönlichen Disposition ist das Arbeitsumfeld genau zu untersuchen. Folgende Aspekte begünstigen den Burnoutprozess:
Wachsende Anforderungen
Globalisierung, Konzernfusionen und die fortschreitende Technisierung von Arbeitsprozessen und -abläufen erhöhen die Ansprüche an jeden einzelnen Mitarbeiter, insbesondere an Führungskräfte. Immer mehr Arbeiten und Arbeitsschritte werden heute von immer weniger Menschen erledigt. Infolgedessen gewinnen Kommunikation und flexible Organisationsstrukturen an Bedeutung. Hier liegen jedoch vielfach Defizite vor. Fällt ein Glied in der Arbeitskette aus, hat das gravierende Folgen für das gesamte System. Das Verantwortungsgefühl des Einzelnen wächst, der psychische Druck steigt – die perfekte Voraussetzung für das Burnout-Syndrom.
Unzureichende Arbeitsorganisation
Überforderung beruht vielfach auf falscher Organisation. Meetings um des Meetings willen oder eine schlechte Koordination zwischen Abteilungen sind Zeit- und Energiekiller. Auch fachliche Entscheidungen, die von vornherein als falsch erkannt, aber aus Kompetenz- oder Bequemlichkeitsgründen nicht revidiert werden, sind Wegbereiter des Burnout-Syndroms.
Gleichförmige Arbeitsbedingungen
Auch übergroße Routine begünstigt ein Burnout. Das Fehlen von neuen Herausforderungen erstickt das kreative Potenzial und führt zu Unzufriedenheit. Dasselbe Gefühl kann durch eine starre Arbeitszeitregelung entstehen. Auch Schicht- und permanente Nachtarbeit liefert dem Burnout-Prozess Vorschub.
Fehlende Unternehmenskultur oder mangelnder Teamgeist
Unternehmen und Teams mit Defiziten in der Kommunikations- und Konfliktkultur verzeichnen besonders häufig Burnoutsymptome unter ihren Mitarbeitern. Die Arbeitnehmer sind hier notwendig zur Umsetzung des Gewinnplans, stehen aber nicht im Mittelpunkt der Unternehmenskultur. Persönliche Umstände und Bedürfnisse werden verschwiegen, um Konflikte zu vermeiden. Das ständige „in sich hinein fressen“ und die Verdrängung eigener Bedürfnisse überfordert auf Dauer – bis hin zu Arbeitsunfähigkeit.
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