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Für einige Unternehmen ist ein gemeinsames Essen bei einem Vorstellungsgespräch ein hervorragender Test der sozialen Fähigkeiten und Umgangsformen eines Bewerbers. Die Einladung zum Chef nach Hause, ein Essen mit wichtigen Geschäftspartnern im Nobellokal oder die Betriebsfeier in der eigenen Firma sind ebenfalls Prüfsteine für perfektes Benehmen. Sie mit Bravour zu meistern, kann durchaus das Interesse an Ihrer Person wecken. Denn beweist sich ein Angestellter beim gemeinsamen Essen als "gesellschaftstauglich" ist er für repräsentative Aufgaben geeignet. Kommt aufgrund Ihrer souveränen und sympathischen Tischkonversation vielleicht sogar ein lukrativer Vertrag zustande oder gelingt es während des Geschäftsessens, einen wichtigen Sponsor für eine Idee zu gewinnen, ist das eine gute Empfehlung für Ihre berufliche Zukunft.
Damit Sie den gewünschten Eindruck hinterlassen, sollten Sie beim Geschäftsessen auf Folgendes achten:
Ein Stehempfang mit Buffett unterliegt im Grunde den gleichen Regeln wie der Restaurantbesuch. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, Ihren Teller nicht zu überladen. Laufen Sie lieber mehrmals. Das entspannte Warten in der Schlange ist dabei selbstverständlich – übrigens eine perfekte Gelegenheit für einen Small Talk. Für die optische Erscheinung gilt, sich dem Anlass entsprechend zu kleiden. Die legere Jeans zum Stehempfang beim Chef oder dem Restaurantbesuch mit Kunden deutet auf Unwissen oder Ignoranz hin. Auch wenn wenig Zeit bleibt - zumindest ein kurzes Frischmachen sollte möglich sein, um den besonderen Anlass zu würdigen.
Eine Geschäftsreise birgt viele Möglichkeiten, um gutes Benehmen zu trainieren – und die Vorteile unmittelbar zu erfahren. Sie werden auch erleben, dass Pannen bei der Hotelreservierung oder ein verpasster Flug sich am besten mit Ruhe und Höflichkeit beheben lassen. Denn ein entgegenkommendes Verhalten wird auf der Gegenseite die Bereitschaft erzeugen, wirklich ihr Bestes zu versuchen, die Situation positiv aufzulösen.
Höflichkeit dem Personal in Hotels, Restaurants etc. gegenüber zahlt sich in deren Bemühen aus, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Das zeigt sich in kleinen Gefälligkeiten wie im Freihalten des Lieblingstisches, der Reservierung von Theaterkarten, die eigentlich schon ausverkauft waren etc.
Gutes Benehmen bedeutet auch, in gepflegter Kleidung am Tisch zu erscheinen, das Hotelzimmer nicht unnötig in Unordnung zu bringen und ein angemessenes Trinkgeld zu geben.
Gutes Benehmen im Ausland bedeutet vor allem, sich mit den grundlegenden dortigen Sitten und Gebräuche exakt vertraut zu machen. Ihre Missachtung kann geschäftliche Verbindungen empfindlich belasten. Einladungen des Geschäftspartners sollten immer angenommen und vor allem gewürdigt werden. Nicht immer treffen sie den persönlichen Geschmack. Ein dreistündiges Zitherkonzert oder die Einladung zu einem Essen mit gebratenen Heuschrecken sollten trotzdem in perfekter äußerer Fassade "erduldet" werden. Das Mitbringen eines Gastgeschenks gehört ebenfalls zum guten Ton.
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