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Man unterscheidet im Outplacement zwei verschiedene Formen. Einzeloutplacement und Gruppenoutplacement. Laut der BDU-Studie "Outplacementberatung in Deutschland 2004/2005" ist der typische Klient 42,5 Jahre alt und seit neun Jahren bei seinem Arbeitgeber beschäftigt. Die Hälfte der 2004 getätigten Outplacementberatungen waren Einzeloutplacments, bei Managern der obersten Führungsetagen zu 60 Prozent zeitlich unbefristet, in den mittleren Führungsetagen jedoch auf drei Monate begrenzt – ein Tribut an schmalere Budgets.
In Deutschland werden Trennungsberatungen meist für Führungskräfte, auch Executive Placement genannt, in Einzel-Beratungen durchgeführt. Der Berater konzentriert sich exklusiv auf einen einzelnen Klienten. Je nach Beratungsansatz bzw. Zielgruppe, werden unterschiedliche Schwerpunkte in unterschiedlichen Programmen gelegt. Die Einzelberatungen finden in den Räumen des Outplacementunternehmens statt. Bei bestimmten Arbeitsthemen wie zum Beispiel Präsentations- und Vorstellungsgesprächstrainings kommen auch technische Hilfsmittel (z.B. Videokamera) zum Einsatz.
Einzel-Outplacements können auf drei Wegen zustande kommen:Sind mehrere Mitarbeiter von der Kündigung betroffen, empfiehlt sich ein Gruppenoutplacement. Dabei wird die ganze Gruppe von einem oder mehreren ausgebildeten Berater betreut. Gruppenberatungen werden meist für Mitarbeiter der mittleren und unteren Unternehmensebene durchgeführt oder von Unternehmen in Anspruch genommen, die sich innerhalb kurzer Zeit von einer großen Zahl von Mitarbeitern trennen müssen. Sie werden direkt vom Unternehmen beauftragt und finden meist in den Räumlichkeiten des Unternehmens statt. Kern der Maßnahmen sind in der Regel mehrtätige Seminare und Workshops, die die Teilnehmer in Kleingruppen auf ihre neue Situation vorbereiten bzw. bestimmte Themen gemeinsam erarbeitet werden. Meist sind damit feste Stundenkontingente an Einzelberatung zur Besprechung der individuellen Fragen des betroffenen Mitarbeiters verbunden. In anderen Fällen werden so genannte Auffanggesellschaften gegründet, in denen die freigesetzten Mitarbeiter so lange betreut werden, bis sie eine neue Anstellung gefunden haben.
Sowohl im Gruppenoutplacement als auch im Einzeloutplacement sind die inhaltlichen Ziele weitgehend identisch. Unterschiede bestehen vor allem in der Bearbeitungs- und Betreuungsintensität. Voraussetzungen für ein effektives Gruppentraining sind die Homogenität der Gruppe, tatsächliche Vermittlungschancen sowie eine gruppeneinheitliche Suchstrategie. Die Inhalte der Seminare reichen von der Bewältigung der Trennungssituation über die Ermittlung von Fähigkeiten und Stärken, Bewerbungs- und Kommunikationstrainings bis hin zur Einstellung auf das neue Umfeld durch einen Nachbetreuungsservice. Mitunter werden Bewerberzentralen installiert, die in der Regel zwei bis drei Monate in Betrieb sind und eine definierte Anzahl von Beratungen pro Mitarbeiter bieten. Diese Bewerberzentralen werden vor Ort im Unternehmen oder in unmittelbarer Umgebung des Unternehmens eingerichtet, damit die betroffenen Mitarbeiter den Arbeitsplatz nur kurzfristig für die Beratung verlassen müssen.
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