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Das Outplacement hat seine historischen Wurzeln in den USA: Nach dem zweiten Weltkrieg umfasste der Begriff die Wiedereingliederung ausscheidender Soldaten in das zivile Berufsleben. In den 60er Jahren wurden erstmals in der Luftfahrt- und Ölindustrie komplette Programme für ausscheidende Mitarbeiter entwickelt. Thomas Hubbard gründete 1969 die erste Beratungsgesellschaft zum Outplacement nachdem er überraschend seinen hochdotierten Posten als Direktionspräsident verlor.
In der amerikanischen Rezessionsphase von 1973 bis 1975 setzte sich Outplacement zunehmend als Instrument durch, wobei sich das Beratungsangebot nur an Führungskräfte richtete. In Deutschland wurde dieser Beratungsansatz unter der englischen Bezeichnung erstmals in den 80er Jahren eingeführt. In der ersten Hälfte der Neunziger Jahre trieben Entlassungsankündungen bei Großfirmen regelmäßig die Aktienkurse in die Höhe, so dass es einen kurzfristigen Geschäftseinbruch gab. Inzwischen hat sich gezeigt, dass nur gewachsene Kompetenzstrukturen den Unternehmenserfolg nachhaltig sichern. Dadurch steht die Bedeutung des Mitarbeiter-Kapitals wieder ganz oben auf der Werteskala der Unternehmen. Aufgrund des in bestimmten Branchen zunehmenden Mangels an qualifizierten Kräften gewinnt Mitarbeiterbindung zusätzlich an Bedeutung. So wirkt der langfristige Trend zur Outplacement-Beratung ungebrochen fort.
Während Outplacement in den USA bereits Standard ist und in Frankreich und den Niederlanden regelmäßig genutzt wird, waren die Deutschen im Vergleich zu diesen Ländern bis jetzt zurückhaltender. Hauptgrund ist der immer noch vor allem in den Führungsetagen verbreitete "Therapie-Touch", der einer Outplacementberatung anhaftet. Betroffene befürchten, als unfähig zu gelten, wenn sie sich professionelle Unterstützung von außen holen. Doch die Akzeptanz hierzulande nimmt zu.
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