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Jede Chance als angenehmer Gesprächspartner im Gedächtnis zu bleiben, wird durch störende Verhaltensweisen vertan. Folgende Fehler gelten in der Rhetorik als Killerphrasen.
"Wie geht es Ihnen denn nun nach der Kündigung? Bewerben Sie sich schon eifrig? Vielleicht sind Sie ja sogar froh, dass es so gekommen ist? Wie werden Sie denn die viele freie Zeit nutzen?" Derartige blanke Neugier bringt den Gesprächspartner immer in eine unangenehme Situation, der er sich kaum entziehen kann ohne unhöflich zu werden.
In bestimmten Gesprächskonstellationen wirken Sätze wie "Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf..." unangebracht. Unaufgefordert sollte man daher keine Lebensweisheiten kundtun. Das Gleiche gilt für das permanente Erwähnen eigener Fähigkeiten und Erfolge. "Ich wurde natürlich gleich eine Woche nach meinem Einstieg befördert, über meine Qualitäten konnten die einfach nicht hinweg sehen, das war noch nie anders, ich war eigentlich immer schon ganz vorn, schon in der Schule." Das wirkt für die meisten Zuhörer wenig einladend.
Eine der häufigsten Unarten in Gesprächen ist das "Hineinfunken" in die Ausführungen des Anderen. Zwischenrufe wie "Das stimmt doch gar nicht" oder "Kann sein, aber ich sehe das so..." sind taktlos und provokativ. Außerdem wird suggeriert, man wisse schon im Voraus genau, was der Gesprächspartner sagen möchte. Dies drückt eine anmaßende oder ignorante innere Haltung aus.
"Hätten Sie doch besser zugehört, dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation". Vorwürfe dieser Art, gleichgültig ob sachlich richtig oder nicht, gehören nicht in ein normales Gespräch. Vor allem vor Dritten wird ein solches Vorführen immer als Angriff gewertet werden.
Nett gemeinte Trostversuche wie "Ach, das wird schon wieder" oder "So schlimm wird es schon nicht sein" können je nach Gesprächssituation die Autorität des Gegenübers untergraben. Genauso verhält es sich mit provokanten Aussagen wie "Das ist doch Küchenpsychologie". Derartige Diffamierungen des zuvor Gesagten sollten unbedingt vermieden werden. Sie sind peinliche Gesprächskiller.
Direkte Drohungen "Wenn das noch einmal passiert, werden Sie Konsequenzen zu spüren bekommen" oder auch indirekte Drohungen wie "Ich empfehle niemandem mich zu reizen..." haben in einem zivilisierten Gespräch nichts zu suchen. Auch wenn es manchmal darum geht, Grenzen zu setzen. Wenn Sie den Gesprächspartner in eine Position der Handlungsunfähigkeit bringen, zeugt dies von sozialer Inkompetenz und hat nichts mit rhetorischer Stärke zu tun. Beim Gebrauch des rüden Befehlstons "Holen Sie mir endlich mal die Mappe mit meinen Unterlagen!" schwingt Respektlosigkeit gegenüber dem Angesprochenen mit, auch wenn der sachliche Inhalt gerechtfertigt ist.
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