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So einfach, wie er nach außen hin erscheint, ist der Small Talk nicht. Sicher gibt es Naturtalente, aber für viele Menschen bedeutet ein unverfängliches Gespräch im beruflichen Kontext eine Herausforderung. Dabei sind die vermeintlichen Hinderungsgründe zumeist schon bei näherer Betrachtung hinfällig.
Um "innere Hürden" zu überwinden, ist nichts geeigneter als "learning by doing". Betrachten Sie den nächsten Small Talk mit Ihrem Nachbarn als Übungsfeld. Durch positive Erfahrungen lassen sich Vorbehalte und Unsicherheiten am ehesten überwinden. Es erfordert lediglich ein wenig Mut, diese Erfahrungen zu suchen. Bedenken Sie: Small Talk bietet mehr Rückzugsmöglichkeiten als jede andere Form des Gesprächs.
Es gibt bestimmte Fragen oder Bemerkungen, die den Gesprächsbeginn erheblich erleichtern. So genannte Einstiegsfloskeln gehören zu den allseits bekannten und akzeptierten Spielregeln des Small Talks und sind kein Grund für Berührungsängste. Im Übrigen kann auch eine allgemeine Bemerkung durch einen bestimmten Tonfall oder eine individuelle Nuance einen persönlichen Touch erhalten. Je nach Anlass der Begegnung bieten sich verschiedene Eröffnungsfragen an. Diese sollten möglichst als offene Fragen formuliert werden, also derart, dass sie vom Gegenüber nicht nur mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden können. Denn so ergibt sich bereits aus der Antwort des Angesprochenen der Aufhänger für die nächste Frage oder Bemerkung.
Zu den Klassikern der Small Talk Gesprächseröffnung gehören:
Unbedingt zu beachten ist, dass die Fragen niemals zu stark in die Privatsphäre des Gegenübers eindringen. Der Grat zwischen höflichem Interesse und blanker Neugier ist schmal und sollte im Small Talk nicht überschritten werden.
Für den erfolgreichen Beginn eines Small Talks ist die Vorgehensweise nach der BASF-Formel äußerst hilfreich:
Ein freundlicher Gruß, ein kurzes Kopfnicken, ein "Hallo" oder "Guten Tag!" signalisieren Gesprächsbereitschaft und sind die Basis jeden Gesprächs. Die Begrüßungsformel sollte den Umständen angemessen sein. Wichtig sind ein offener Blick und vor allen Dingen ein freundliches Lächeln, um die Freude und das Interesse an der Begegnung zu unterstreichen.
Neben den bereits erwähnten Eröffnungsfragen ist natürlich die Vorstellung der eigenen Person ein guter Anfang. "Ich möchte mich Ihnen gerne vorstellen!" klingt dabei selbstbewusster und dynamischer als die Variante: "Entschuldigung, darf ich mich Ihnen vorstellen?" Die Nennung von Vor- und Nachnamen suggeriert eine
gewisse Nähe zum anderen: "Ich bin Paul Schröder."
"Ich heiße..." klingt etwas zu sehr nach Vorstellungsgespräch. "Mein Name ist..." hört sich im Deutschen vielleicht etwas unbeholfen an. Im Arbeitsleben empfiehlt sich an dieser Stelle auch der Austausch von Visitenkarten.
Damit wird das eigentliche Thema des Small Talks angeschnitten. Am besten eignen sich der Bezug auf die Veranstaltung, die momentane Situation, eine augenfällige Gemeinsamkeit oder Themen, die unter Small Talk Themen zu finden sind.
Mit einer Frage erleichtern Sie es Ihrem Gegenüber, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. So können Sie Ihr Statement auf dem Empfang beispielsweise mit der Frage abschließen, woher Ihr Gegenüber den Gastgeber kennt. Jetzt kann Ihr Gesprächspartner reagieren. Der Small Talk ist eröffnet.
030 / 2888 570