
| 1. | Smalltalk Vorbereitung |
| 2. | Furcht vorm Small Talk |
| 3. | Der Einstieg zum Small Talk |
| 4. | Die Gesprächsführung |
| 5. | Die Spielwiesen des Small Talk |
Aller Anfang ist schwer. Für diejenigen, die den Small Talk beherrschen, muss dieses Sprichwort nicht gelten, denn die Kunst des "kleinen Gesprächs" bietet eine perfekte Gelegenheit, sich behutsam auf Unbekanntes einzustellen. Oft als oberflächlich gebrandmarkt, sind gerade die leichten und unverfänglichen Themen dazu geeignet, eine Begegnungs- und Kommunikationssituation positiv zu gestalten.
Als erstes Gesprächsangebot signalisiert Small Talk zunächst vor allem Offenheit und die Bereitschaft zu kommunizieren. Ist ein gemeinsamer Gesprächsstoff gefunden, bewegen sich beide Gesprächspartner auf sicherem Terrain. Jetzt ist es ein Leichtes, prägnante Charakterzüge seines Gegenübers zu erfassen und die allgemeine Atmosphäre aufzunehmen. Die unverfängliche Kommunikationsebene erlaubt es, entspannt zu agieren und einander aus respektvoller Distanz kennen zu lernen. Denn Small Talk ist Offerte und Schutz der eigenen Person in einem. Will sich keine rechte Chemie zwischen den Gesprächspartnern einstellen, können sich beide Gesprächspartner mühelos zurückziehen, ohne etwa zu viel von sich preisgegeben zu haben. Entsteht Sympathie, liegt es in ihrer Hand, diesen positiven Eindruck zu vertiefen.
Wesentlich beim Small Talk ist es, ganz wie von selbst, leicht und lockerer miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese Leichtigkeit zu erzeugen, lässt sich erlernen – und der Einsatz lohnt sich. Denn die unverfängliche Plauderei öffnet erste Türen. Sie erleichtert den Umgang mit anderen, schafft eine gute Ausgangsposition für weitere Gespräche und erzeugt vor allem eines: beiderseitiges Wohlwollen.
Es gibt Situationen, in denen Small Talk fast von selbst funktioniert: Das kann die Party sein, auf der man außer dem Gastgeber niemanden kennt – oder auch die stundenlange Zugfahrt mit einem Unbekannten allein im Abteil. In beiden Fällen reicht oft ein freundlicher Blick oder eine beiläufige Bemerkung und schon beginnt ein kurzweiliges Gespräch über Gott und die Welt. Warum das so ist? Die "klassischen" Small Talk-Situationen vermitteln beiden Gesprächspartnern ein Gefühl der Sicherheit. Auf der Party wird der gemeinsame Gastgeber als Bindeglied empfunden, das Vertrauen schafft. Im Zugabteil erleichtert die Gewissheit, das Gegenüber niemals wieder zu sehen, ein unbelastetes Gespräch. Generell gilt: Sowohl der private (Party) als auch der öffentliche Rahmen (Reise) erleichtern den Small Talk.
Schwerer fällt es hingegen den meisten Menschen, die Techniken des Small Talk im beruflichen Kontext einzusetzen. Hintergrund: Es wird befürchtet, dass ein "schlechter" erster Eindruck weit reichende Konsequenzen haben kann. Die Beteiligten möchten vermeiden, durch einen "lockeren" Gesprächsstil als vielleicht inkompetent oder gar oberflächlich zu gelten. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Das unverfängliche Gespräch bietet die beste Möglichkeit, sich gegenseitig vorsichtig "abzutasten", Verhaltensfehler zu vermeiden und einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Besonders sinnvoll ist der Small Talk in folgenden Zusammenhängen:All dies sind berufliche Situationen, die durch ein auflockerndes Einstiegs- oder Start-Gespräch positiv beeinflusst werden können. Small Talk erleichtert den Aufbau von sozialen oder geschäftlichen Beziehungen. Sie können sich von einer angenehmen Seite präsentieren und somit Vertrauen erwecken. Ihr Verhalten signalisiert Entgegenkommen und bietet die Chance, dem Gegenüber positive Charaktereigenschaften zu präsentieren. Vielleicht entdecken Sie sogar verbindende Gemeinsamkeiten. In jedem Fall sollten Sie den Small Talk als "Schaufenster Ihrer Persönlichkeit" nutzen.
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Praxisbuch Small Talk
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