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Auch eine E-Mail-Bewerbung erfordert absolute Sorgfalt und muss ebenso wie die schriftliche Bewerbung allen formalen Anforderungen genügen. Mehr...
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In den vergangen Jahren hat sich die Bewerbungslandschaft zunehmend verändert. Multimediale Bewerbungen und die direkte Kontaktaufnahme mit den Unternehmen werden für Arbeitssuchende immer wichtiger. Doch auch wenn die folgenden Formen immer präsenter werden, so ersetzen sie nicht die schriftliche Bewerbung oder gar das Vorstellungsgespräch. Sie dienen in erster Linie als Ergänzung, als Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen und von den Unternehmen überhaupt beachtet zu werden, sowie als Erleichterung für die erste Kontaktaufnahme.
Rund 40 % der Unternehmen wünschen inzwischen eine Online-Bewerbung. Der Bewerber schickt Lebenslauf und Arbeitszeugnisse - zumeist als PDF-Datei - mit einem kurzen Anschreiben per E-Mail an das Unternehmen. Doch auch wenn viele Unternehmen eine Online-Bewerbung bevorzugen und diese mittlerweile zum Standard gehört, so gibt es auch Arbeitgeber, die schriftliche Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg bevorzugen. Informationen zu der gewünschten Bewerbungsform sind in der Regel der jeweiligen Stellenausschreibung zu entnehmen. Immer mehr Unternehmen stellen ein Bewerberformular auf ihrer Homepage zur Verfügung: Der Interessent trägt seine Kontaktdaten und ein kurzes Motivationsschreiben in eine Maske ein und wird bei Interesse vom Unternehmen kontaktiert. Lebenslauf und Zeugnisse werden später auf Wunsch nachgereicht.
Jobmessen gewinnen für Hochschulabsolventen und hochqualifizierten Bewerber zunehmend an Bedeutung. Sie finden in vielen deutschen Städten statt - branchenspezifisch und für alle Fachrichtungen. Hier werden Kontakte mit Unternehmen geknüpft, Infos ausgetauscht und Vorstellungstermine vereinbart. Zwar sind sie kein Ersatz für eine schriftliche Bewerbung, doch die Chancen für ein anschließendes Bewerbungsgespräch sind groß. Bewerber sollten sich gut über die Aussteller informieren und ihre Bewerbungsmappen immer griffbereit haben.
Die Bewerbungshomepage enthält ausschließlich bewerbungsrelevante Informationen und ist ähnlich aufgebaut wie eine herkömmliche Bewerbung: Hauptseite mit Lebenslauf, Unterseiten mit Zeugnissen, Referenzen oder Downloads. Für Informatiker, Grafiker, Medientechniker und sonstige Spezialisten ist sie gleichzeitig eine erste Arbeitsprobe. Bewerber ohne Vorkenntnisse können sich im Internet die Homepage kostengünstig nach einem Muster erstellen lassen. Doch Vorsicht: Dem Bewerber muss klar sein, dass er seine Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Des Weiteren ist die ausschließliche Bewerbung mit der Homepage bei den Firmen nicht so gerne gesehen, da sie sich dort erst ihre Informationen mühevoll zusammen suchen müssen und nicht gleich alles griffbereit haben. Daher ist die Bewerbungshomepage lieber als Zusatz in der E-Mail-Bewerbung mit dem Vermerk zu verlinken, dort noch weitere Informationen und Zeugnisse finden zu können.
Bei der aus den USA stammenden Idee laden die Bewerber ein kurzes Bewerbungsvideo - nicht länger als 40 bis 60 Sekunden - auf eine Internetplattform. Arbeitgeber können dann nach Branchen und Bundesländern sortieren und eine Vorauswahl für ein persönliches Bewerbungsgespräch treffen. Der Bewerber beweist mit dieser Form der Bewerbung, dass er keine Angst vor den neuen Medien hat und mit ihnen umgehen kann. Nachteil: Die Video-Bewerbung beschränkt sich auf Optik und Darstellungsfähigkeit des Bewerbers. Über fachliche Qualifikationen sagt sie kaum etwas aus, sodass eine anschließende schriftliche Bewerbung sowie das persönliche Gespräch unerlässlich sind.
München war im Juli 2009 Testgebiet für das erste Job-Speed-Dating in Deutschland - und das Interesse war enorm: 950 Arbeitssuchende trafen auf 50 Unternehmen. Zehn Minuten dauerte jedes „Date“ mit einem Unternehmen. Ziel der Veranstaltung war es, durch ein persönliches Gespräch so viele Arbeitssuchende wie möglich zu vermitteln. Das Date ersetzt zwar kein Bewerbungsgespräch, aber das direkte Gespräch und der erste Eindruck öffnen so manchem eine Tür in die Jobwelt.
Bei einigen Unternehmen genügt eine kurze SMS an die auf der Homepage angegebene Telefonnummer, um das Interesse an einem Job zu bekunden. Das so genannte Mobile Personalmarketing richtet sich an Bewerber, die das klassische Bewerbungsverfahren scheuen. 160 Zeichen können jedoch keine schriftliche Bewerbung ersetzen. Die anschließende Bewerbung per E-Mail und das Vorstellungsgespräch sind daher die Regel.
Bettina Henningsen
030 / 2888 570