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Die Generation Praktikum ist es mittlerweile ja gewöhnt, für wenig oder kein Geld ihre Arbeitskraft anzubieten. Doch nun sollen Studenten und Absolventen für ihren Praktikumsplatz sogar noch bezahlen.
Es klingt grotesk aber in den USA ist es schon längst keine Seltenheit mehr. Wie die F.A.Z. berichtet, sind 5.000 Dollar für ein Praktikum bei Versace oder einem erfolgreichen Hedge-Fonds kein Einzelfall. Die Preise bestimmen dabei nicht die Unternehmen sondern die Praktikanten selber im Rahmen einer Auktion. Veranstaltet werden diese Auktionen zumeist von Wohltätigkeitsorganisationen. Das bezahlte Geld kommt dann auch diesen Organisationen zugute und nicht den Unternehmen. Auch Großbritannien hat dieses Modell letztes Jahr übernommen. Die dort ausführende Wohltätigkeitsorganisation unterstützt vor allem soziale Unternehmen mit dem Expertenwissen von kompetenten Managern.
Um den Chefredakteur des britischen Magazins The Spectator bei der Arbeit bestaunen zu können, zahlte ein Bieter satte 1.500 Pfund. Für lediglich zwei Tage bei einer großen Investmentbank wurden sogar 600 Pfund bezahlt. Und der Praktikant, der bei der Bearbeitung der neuen Harry-Potter-Spezialeffekte dabei sein durfte, lies sich das 3.500 Pfund kosten. Ob das Konzept auch in Deutschland auf offene Ohren treffen wird, ist unklar. Hierzulande gehen die Meinungen über ein solches Unterfangen noch weit auseinander.
Weitere Informationen unter: http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~E8DC40EEFDC484765B2AC6818E08CFF9E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Verena Schorcht
030 / 2888 570