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Mit der fortlaufenden Veränderung der Geschlechterrollen haben sich auch die Umgangsformen zwischen Männern und Frauen gewandelt. Das sorgt immer mal wieder für Verunsicherung – gerade im Geschäftsleben. Oft fängt das Problem schon bei der Begrüßung an. Die klassischen Etikette-Regeln schreiben vor, dass Damen und ältere Menschen bevorzugt behandelt werden. Aber was, wenn eine jüngere Dame auf einen älteren Herren trifft? Und dann auch noch bei einem geschäftlichen Anlass, wo auch der Rang eine Rolle spielt?
Herr Kreuz, ein Mann Mitte 50, wurde von einem Geschäftspartner zu einem Sektempfang eingeladen. Er betritt den Raum und sieht schon aus der Ferne seinen jungen Geschäftspartner Herrn Pik, dessen Assistentin Frau Herz und den Chef der Firma, Herrn König. Die drei stehen zusammen und unterhalten sich. Wem soll er nun als erstes die Hand reichen – der Dame, seinem Geschäftspartner oder dem Chef? Oder muss er warten, bis man ihn sieht und begrüßt?
In diesem Fall richtet sich die Reihenfolge der Begrüßung zunächst nach dem Rang, da es sich um einen geschäftlichen Anlass handelt. Das Geschlecht und auch das Alter sind zweitrangig. Anders ist es beim gesellschaftlichen Anlass: Hier werden Damen vor Herren, Ältere vor Jüngeren und dann erst Ranghöhere vor Rangniederen gegrüßt. Etwas komplizierter wird die Lage noch dadurch, dass Herr Kreuz der Gast ist und damit als erster begrüßt werden muss. Da ihn aber niemand bemerkt, ist es wiederum an ihm, den ersten Schritt zu machen. Er tritt also an die Gruppe heran, wartet auf eine passende Gesprächspause und reicht dann zunächst dem Firmenchef, Herrn König, die Hand, lässt sich dann die Hand seines Geschäftspartners geben und begrüßt anschließend die Frau in der Runde. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass er Herrn König und Frau Herz kennt. Ansonsten reicht er zunächst Herrn Pik die Hand und lässt sich von ihm dann zuerst dem Chef und dann der Assistentin vorstellen. Hierbei muss Herr Pik wiederum darauf achten, dass er seinem Chef als erstes den Namen und die Funktion von Herrn Kreuz nennt und erst im zweiten Schritt Herrn König Herrn Kreuz vorstellt. Denn Herrn König gebührt als Chef das höchste Recht auf Information, dem sein Mitarbeiter nachkommen muss.
Alles ganz schön kniffelig, deshalb haben wir hier für Sie die wichtigsten Regeln für die Begrüßung zusammen gestellt.
Diese Regeln gelten in absteigender Reihenfolge. Das heißt, Sie folgen einer Regel immer dann, wenn die vorhergehende Regel nicht greift. Können Sie die Rangverhältnisse der Anwesenden jedoch nicht durchschauen, wird es Ihnen auch niemand verübeln, wenn Sie an einer Seite mit einem charmanten "Ich fange einfach mal hier an " mit der Begrüßung beginnen.
Damit wäre das Begrüßungsritual geklärt. Wie sieht es aber im Büroalltag aus? Sind Kavaliers-Gesten am Arbeitsplatz im Zuge der Emanzipation generell einfach nur noch unmodern und dürfen unter den Tisch fallen gelassen werden? Oder müssen es sogar? Was sagt die Business-Etikette? Testen Sie sich selbst, wie souverän Sie im Umgang mit Kolleginnen, Kollegen oder Chef und Chefin sind. Die Auflösung erfahren Sie im nächsten Newsletter.
Schreiben Sie uns Ihre Antworten (Bitte nur eine Antwort pro Frage nach dem Schema 1a, 2b, 3c, 4d) mit Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten bis zum 04.03.2011 an die Adresse gewinnen@berufsstrategie.de. Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir einmal das Bestseller-Buch Der große Business-Knigge von Frau Dr. Petra Begemann. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
Alle, die nicht bis zur Auflösung warten können oder noch mehr zum Thema wissen und lernen möchten, für die bietet sich das Seminar Souveränität in Berlin oder das Seminar Umgangsformen in Köln an.
Alexandra Jabs
030 / 2888 570