|
|
|
Sie nutzen die personalisierte iGoogle-Startseite? Dann platzieren Sie
unsere täglichen
Karrierenachrichten komfortabel auf Ihrer iGoogle-Startseite:
Die Deutschen lieben Quiz- und Ratesendungen, wie aktuell der Erfolg von Günther Jauchs Show "Wer wird Millionär?" deutlich unter Beweis stellt. Testen deshalb Personalchefs ihre Bewerberinnen und Bewerber getreu den beliebten alten und neuen Fernsehvorbildern wie Quizmaster? Sicher nicht. Sie erhoffen sich vielmehr, aus den Ergebnissen dieser Tests Rückschlüsse auf das Leistungsvermögen der KandidatInnen am Arbeitsplatz ziehen zu können.
Testbefürworter sind der Meinung, dass auf Tests basierende Personalentscheidungen gerechter, rationaler und transparenter sind als solche, die auf Zeugnisse oder Gesprächseindrucke einzelner Interviewer zurückgreifen. Ihrer Ansicht nach spricht die direkte Vergleichbarkeit der gezeigten Leistungen für ein solches Verfahren: Alle BewerberInnen haben die gleichen Chancen. Jeder bekommt die gleichen Testaufgaben, alle haben die gleiche Testbearbeitungszeit, und das Ergebnis wird nach dem gleichen Schema ausgewertet. Damit seien die Tests objektiver. Und schließlich habe auch der Bewerber etwas davon, denn er bekommt hinterher ein Feedback, das klärt, ob er für eine berufliche Aufgabe geeignet ist oder nicht.
Die Bewerbungsprofis Hesse/Schrader sprechen von einer regelrechten Testomanie bundesdeutscher Arbeits- und Ausbildungsplatzvergeber. Da gibt es Allgemeinwissens-Tests, Assessment Center, Bank-, Baum-, Büro-Tests, EDV-, Farb-, Grundwissen-Tests, die vielen Intelligenz- und Konzentrations-Tests, Logik-, Lügen-, Manager-, Persönlichkeits-Tests und Personalfragebogen und und und...
Es gibt viele Gründe, die gegen die Anwendung solcher Tests sprechen. So ist z.B. eine Ableitung und Vorhersagbarkeit von Testerfolg auf Berufserfolg wissenschaftlich unhaltbar. Gerade weil es sich bei vielen eingesetzten Tests um völlig unzureichende, veraltete Verfahren mit höchst fragwürdiger theoretischer Grundlage handelt. Der Psychologieprofessor Günter Rexilius von der Uni Wuppertal brachte es einmal folgendermaßen auf den Punkt: "Testverfahren sind, sieht man genau hin, ein zu mächtiger Größe aufgeblasener Schwindel." Und auch aus pädagogischer Sicht sind solche Verfahren bedenklich. Gerade bei jungen BewerberInnen erwecken diese scheinbar wissenschaftlichen Tests den Eindruck, ein Nichtbestehen bedeute, für den Beruf ungeeignet oder überhaupt zu dumm zu sein.Man kann es gar nicht oft genug betonen, dass das Ergebnis eines solchen Testverfahrens keine wirkliche Vorhersage für die berufliche Zukunft zulässt. Das zeigt sich schon daran, dass man mit entsprechender Vorbereitung und Übung die einzelnen Aufgaben immer besser bewältigt. So gibt es KandidatInnen, die beim ersten Versuch "durchfielen", beim zweiten oder dritten Anlauf in einem anderen Unternehmen aber zu den Auserwählten gehörten.
Auch wenn Unternehmen immer anderes behaupten: Auf Einstellungstests kann man, - besser - sollte man sich vorbereiten. Auch hier gilt: Übung macht den Meister und die Meisterin. In einer beruflich und damit auch lebensgeschichtlich wichtigen Situation kommt es für den Bewerber darauf an, seine Interessen und Chancen wirklich wahrzunehmen. Wenn Ihnen also ein solcher Test bevorsteht, sollten Sie sich richtig präparieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit können Sie mit Allgemeinwissens- und Logiktests rechnen.
Eine andere Form der Tests, sind die Potentialanalysen. Wenn Sie immer schon mal wissen wollten, was Ihre wirklichen Stärken und Schwächen sind oder in einer Phase der beruflichen (Neu)-Orientierung Ihr Profil bestimmen wollen, für eine Tätigkeit, die optimal zu Ihnen passt. Dann gibt es Potentialanalyse- Tests, die jetzt auch vom Büro für Berufsstrategie durchgeführt werden.
Büro für Berufsstrategie
030 / 2888 570