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Eine Klatsche für das deutsche Schulsystem - jeder zweite Schulabgänger gilt nach der Bundesagentur für Arbeit als „nicht ausbildungsreif“. Um eine Lehrstelle zu bekommen, benötigen 47,3 Prozent der Jugendlichen eine zusätzliche Förderungsmaßnahme.
Experten prognostizieren für das Jahr 2010 im Durchschnitt über 5 Millionen Erwerbslose und nicht wenige vergleichen die derzeitige Situation mit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre. Dabei existieren in der Wirtschaft viele Stellen, die nur darauf warten besetzt zu werden. Allerdings gilt hierzulande fast jeder zweite Schulabgänger als „nicht ausbildungsreif“. Aus dem Berufsbildungsberichts 2010 der Bundesregierung geht hervor, dass jeder zweite Lehrstellensuchende vor Vermittlung einer zusätzlichen Förderungsmaßnahme bedarf, um die benötigten Qualifikationen zu erlangen. Auch wenn die Zahl der von der Bundesagentur für Arbeit als „nicht ausbildungsreif“ eingeschätzten Jugendlichen in den vergangen Jahren leicht zurückgegangen ist, so ist sie mit 47,3 Prozent noch immer besorgniserregend hoch und wirft gerade auf die Schulausbildung in Deutschland kein gutes Licht. Neben der unzureichenden schulischen Qualifikation monieren Betriebe vor allem das mangelnde Leistungsvermögen ihrer Bewerber.
Weitere Informationen unter: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/654/504862/text/
Verena Schorcht
030 / 2888 570