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Jobsuche: Jobsuche
21.01.2010 - Jobsuche

Jobsuche

Wo verstecken sich die guten Jobs?

Ja wo sind sie denn?

Wer sich 2010 mit dem Gedanken trägt, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, sich beruflich umzuorientieren oder notgedrungen auf Jobsuche ist, dem stellt sich die Frage, wo die guten bzw. passenden Jobs zu finden sind.

Was früher bei der Jobsuche Gang und Gäbe war, nämlich am Wochenende nach ausgeschriebenen Stellen in diversen Printartikeln zu suchen, nimmt teilweise ab, denn viele Unternehmen sind dazu übergegangen, vakante Positionen verstärkt und oft ausschließlich über das Internet auszuschreiben. In vielen Fällen sind die Zeitungen dennoch nicht unterzukriegen. Behörden und öffentliche Einrichtungen beispielsweise schreiben Angebote nach wie vor in diversen Publikationen aus und auch Personalberatungen schalten je nach Position häufig Print-Anzeigen, um die Reichweite ihrer Angebote zu erhöhen. Schließlich sind sie darauf angewiesen, gute Bewerber zu finden, um für ihre Auftraggeber passgenaue Vorschläge unterbreiten zu können. Und auch für Führungspositionen lohnt sich der Blick in die Stellenmärkte diverser Printtitel nach wie vor.

Der gängigste Weg bei der Jobsuche ist jedoch aktuell der Besuch von Jobbörsen im Internet, die inzwischen für nahezu jeden Berufs- und Ausbildungszweig Angebote ausschreiben. Um die Fülle an Onlinestellenmärkten überschaubar zu machen, gibt es sogar eine Metaseite. Auf www.crosswater-systems.com findet sich ein Verzeichnis aller weltweit gelisteten Internetstellenbörsen, inklusive eines Kommentars zur jeweiligen Zielgruppe. Wer sich hier auch einmal auf weniger stark frequentierten Seiten umschaut, kann unter Umständen schneller fündig werden, als bei den ganz großen. Der Vorteil der zielgruppenorientierten Stellenbörsen liegt auf der Hand. Die Suche nach passenden Angeboten wird erleichtert und gerade Unternehmen kleiner oder mittlerer Größe, die sich die kostspieligen Inserate auf mehreren Portalen nicht leisten können, hoffen hier geeignete Kandidaten zu finden. Der Bewerber hat es also auch oft mit etwas weniger Mitbewerbern zu tun.

Viele Online-Stellenmärkte machen sich Konkurrenz und versuchen, die Jobsucher an ihr Portal zu binden, indem sie zahlreiche Zusatzangebote anbieten. Ein Service ist die Möglichkeit, sich eine Auswahl an neu ausgeschriebenen Stellen in regelmäßigem Turnus per Mail zuschicken zu lassen. Einige Betreiber versuchen außerdem, Bewerber zu finden, die noch gar nicht wissen, dass sie sich überhaupt bewerben wollen. Das sind diejenigen, die sich beim Surfen im Internet mal hier und mal da umschauen und wie zufällig auch über interessante Stellenangebote stolpern. Aus diesem Grund positionieren sich Betreiber von Stellenmärkten auf Facebook und StudiVZ oder verbreiten neue Angebote via Twitter. Doch Vorsicht! Nicht alles, was als Jobofferte daher kommt ist auch eine. Zahlreiche Unternehmen nutzen die leichte Verbreitungsmöglichkeit von Angeboten über das Internet, um auf sich aufmerksam zu machen. Dass die genannte Position überhaupt besetzt wird, ist teils gar nicht vorgesehen. Der tiefere Sinn liegt darin, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen immer suggeriert, dass es dem betreffenden Unternehmen gut geht. Das hat positive öffentlichkeitswirksame Effekte zur Folge. Und genau dieser wird bezweckt. Denn auch wenn der derzeitige Arbeitsmarkt das nicht widerspiegelt, für die Unternehmen ist der "War For Talents" bereits in vollem Gang. Wer künftig geeignete Mitarbeiter finden will, der muss sich als Arbeitgebermarke positionieren. Und auch dafür gibt es bereits einen Begriff: Employer Branding.

Doch bei allen Varianten, die sich dem Jobsucher bieten, ist die effektivste Möglichkeit, die eigenen Beziehungen spielen zu lassen. Ein großer Teil vakanter Positionen wird nicht öffentlich ausgeschrieben, also weder print noch online publik gemacht. Experten gehen davon aus, dass bis zu 30 % des Stellenmarkts verdeckt bleibt und über persönliche Beziehungen besetzt wird. Es lohnt sich also, das eigene Netzwerk zu informieren oder zu befragen. Und wer es eilig hat, der nutzt am besten alle Kanäle gleichzeitig. Das kann man dann als Bewerbungsstrategie bezeichnen.


Patrick Steidle



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