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Wirtschaftsingenieur Andreas S. (Name geändert) war bitter enttäuscht, als er von der Personalabteilung erfuhr, dass er nicht zum neuen Abteilungsleiter des Fachbereichs Softwareentwicklung berufen wird. Den Traumjob hat ein anderer bekommen, obwohl die eigene fachliche Qualifikation maßgeschneidert war. Das Prestigeprojekt der Firma darf nun ein Kollege betreuen, trotz nachweislich geringerer fachlicher Kompetenz. Aus der Beförderung ist schon zum zweiten Mal nichts geworden, trotz unermüdlichen Arbeitseinsatzes.
Solche Enttäuschungen haben oft einen ganz einfachen Grund - die mangelnde "Verpackung" der eigenen Kompetenzen in der Außenwirkung, sprich: das Fehlen guter Umgangs- und Repräsentationsformen. Denn das Auftreten und die Ausstrahlung der Angestellten sind neben Fachwissen und Leistungsbereitschaft von grundlegender Bedeutung für ein Unternehmen. In jedem Kundenkontakt repräsentiert ein Mitarbeiter seine Firma. Das Verhalten von Verhandlungspartnern gilt als wichtiger Hinweis auf die dahinter stehende Firmenphilosophie.
Ihr Auftreten und Ihre Ausstrahlung sind die entscheidenden Faktoren für Ihre Außenwirkung - und somit wesentlich für Ihren beruflichen Erfolg. Daher ist es vorteilhaft, das eigene Verhalten einer objektiven, kritischen Analyse zu unterziehen. Machen Sie sich mit den Gesetzen des richtigen Umgangstons vertraut. Denn ein Fauxpas oder ein unvorteilhafter Eindruck lässt sich mit Kenntnis guter Umgangsformen ganz einfach vermeiden. Ebenso mühelos können Sie Sympathien erzeugen, Sachverstand ausstrahlen und Seriosität vermitteln. Wer den Business Knigge beherrscht, ist immer der "vorzeigbare" Kandidat für die angestrebte Position.
Gerade in der Berufswelt legen Vorgesetzte, Kollegen sowie Kunden nach wie vor Wert auf Höflichkeit und gutes Benehmen. Auch wenn den meisten Menschen zu wissen glauben, wie es sich zu benehmen gilt: Es gibt kaum jemanden, der auf dem glatten Parkett der Benimmregeln nie in Rutschen kommt - zumal es oft die Kleinigkeiten sind, auf die es ankommt. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Visitenkarte? Wie verhält man sich gegenüber einer Gruppe? Welche Regeln sind beim Begrüßen unbedingt zu beachten? Wie beginnen Sie ein Gespräch, wenn - kurz bevor sich der Fahrstuhl schließt - Ihr Chef eintritt? Und was zählt bei Geschäftsessen und Small Talk?
Das Beispiel Geschäftsessen schildert anschaulich die historische Entwicklung bestimmter Umgangsformen wie zum Beispiel der "Mantelfrage". Galt es noch bis weit in die 80er Jahre hinein als unschicklich, einer Dame im Restaurant nicht in den Mantel zu helfen, so dürfen Frauen heute auch dem "starken Geschlecht" in denselben helfen. Bei einem Geschäftsessen kommt es auf viele, auf den ersten Blick vielleicht nicht wichtige, Details an. Jedoch liegt in den kleinen Gesten oft eine große Wirkung. Ist die Frau des Geschäftsführers beim Essen mit dabei, dann erhebt sich für einen ambitionierten Mitarbeiter die berechtigte Frage: Soll ich ihr in den Mantel helfen, die Tür aufhalten und darf ich überhaupt Privates ansprechen? All diese kniffligen Probleme lassen sich lösen - in unserem Seminar vermitteln wir Ihnen Vorschläge sowie die wichtigsten Regeln des Business Knigge und Sie erfahren, wie Sie in den entscheidenden Situationen überzeugen und Fettnäpfchen mit Stil umgehen.
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Steffen Westermann
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