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Zwar sind die Gehälter noch nicht wieder so hoch wie vor der Krise, dennoch lag das durchschnittliche Gehalt eines deutschen Vorstandmitgliedes im vergangenen Jahr bei 688.000 Euro.
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, verdiente ein Vorstandsvorsitzender im Jahr 2009 durchschnittlich 1,08 Mio. Euro und ein Vorstandsmitglied 688.000 Euro. Dabei lagen DAX-Unternehmen bei der Entlohnung ihrer Vorstände und Vorstandschefs mit 1,986 (Vorstandsmitglieder) und 3,658 Mio. Euro (Vorstandchefs) erwartungsgemäß über dem Durchschnitt. Dabei wird im rund ein Drittel der Entlohnung als variable Vergütung gezahlt. Bei MDAX-Unternehmen macht der variable Teil 40 Prozent aus und bei DAX-Unternehmen sogar mehr als die Hälfte.
Vorstandschefs in der Energiewirtschaft, bei Banken, Versicherungen und Autobauern führen seit Jahren die Gehaltslisten an. Auch wenn die Krise die Vergütungen gedrückt haben, so lagen sie dennoch über dem Niveau anderer Branchen. Doch die Höhe der Vergütung ist nicht nur Branchenabhängig sondern auch von der Region. In Frankfurt, Dortmund und Köln wurden Chefs besonders gut für ihre Arbeit entlohnt. Weniger attraktiv scheint hingegen Berlin zu sein.
Wie sich das Gehalt in den nächsten Jahren entwickeln wird ist unklar. Viele Unternehmen haben begonnen ihr Vergütungssystem umzubauen und an das Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetz anzupassen. Auch der öffentliche Druck, das Gehalt transparenter zu gestalten, wird größer. Immer mehr Anleger fordern ein Mitspracherecht bei den Managergehältern und wollen damit ein Aufblähen verhindern.
Weitere Informationen unter: http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:studie-zu-jahreseinkommen-manager-verdienen-im-schnitt-fast-700-000-euro/50181630.html
Verena Schorcht
030 / 2888 570