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Tausende von Studenten gehen jedes Jahr gerne das Risiko ein, ausgebeutet zu werden. Denn ein Praktikum öffnet für viele den Weg in die feste Anstellung. Was aber, wenn man dafür sogar noch bezahlen muss?
Ohne ein einziges Praktikum zu absolvieren, schafft es heute kaum noch ein Hochschulabsolvent, einen festen Job zu ergattern. Oft ersetzen sie dabei eine Vollzeitkraft und werden dennoch schlecht vergütet, wenn sie denn überhaupt eine Bezahlung erhalten. Doch der innerbetrieblichen Einblick und die Chancen, daraufhin vielleicht sogar übernommen zu werden, sind jeden Aufwand und jede Mühe wert, so scheint es. Sind sie vielleicht sogar unbezahlbar? In einem Artikel von jetzt.de werden zwei Praktika-Modelle vorgestellt, die in Großbritannien immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Beim ersten Modell erhalten interessierte Studenten einen Praktikumsplatz im Ausland, wenn sie eine Agentur für viel Geld damit beauftragen, ihnen eine solche Stelle zu suchen. Dafür blättern sie dann auch schon mal umgerechnet bis zu 4584 EUR hin, um dann eine unbezahlte Stelle in Shanghai oder Hong Kong anzutreten. Alternativ können sie auch auf einen Platz bieten, den einige Firmen zur Versteigerung anbieten. Der Höchstbietende erhält den Zuschlag und das Geld wird einem guten Zweck gespendet. Beide Modelle werden von den Studierenden häufig angenommen, denn in Großbritannien ist es nicht einfach, eine Praktikumsstelle zu erhalten. Was die teilnehmenden Firmen allerdings bedenklich stimmen sollte: Sie holen sich nicht unbedingt den qualifiziertesten Anwärter ins Haus, sondern nur den reichsten.
Weitere Informationen unter: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/525221/Praktikum-zu-verkaufen
Verena Schorcht
030 / 2888 570