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Zu Anfang ging ja noch alles gut. Ihr Publikum blickte Sie gespannt und in freundlicher Erwartung an. Zwanzig Minuten später sah die Welt jedoch ganz anders aus: Einige Ihrer Zuhörer rutschten unruhig hin und her, andere waren eingenickt und hingen leise schnarchend auf ihren Stühlen. Ein paar besonders vorwitzige unterhielten sich lautstark und verließen wenige Minuten später den Raum. Ihr ganz persönlicher Alptraum? Stehen Präsentation Ihrer Projekte oder Produkte beim Kunden ins Haus, haben Sie fast immer schlaflose Nächte. Denn die Horrorvision vom kompletten Versagen begleitet Sie bis tief in Ihre Träume. Doch rhetorische Meister und packende Redner sind selten vom Himmel gefallen, meist verbirgt sich dahinter jahrelange Übung und zielgerichtetes Training. Denn wer mit Schliff und Witz in seiner Präsentation überzeugen möchte, sollte einige wichtige Grundvoraussetzungen beachten. Hier gibt"s die schlimmsten Don"ts und die wichtigsten Do"s für eine überzeugende Präsentation.
Die wichtigste Voraussetzung einer gelungenen Präsentation ist, dass Sie wissen, von was Sie reden. Das bedeutet nicht nur, dass Sie die fachliche Kompetenz für dieses Thema besitzen, sondern dass Ihre Argumente klar und eindeutig formulieren und den Sachverhalt übersichtlich strukturieren. Als Faustregel gilt die gute, alte Formel: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Definieren Sie im Vorfeld Ihr Kommunikationsziel genau und achten Sie auch darauf, dass Ihre Argumente logisch aufeinander aufbauend dieses Ziel auch verfolgen. - Kurz und gut: Ihre Präsentation sollte auf jeden Fall eines sein: durchdacht.
...und der Publikumsschlaf ist Ihnen gewiss. Wohin mit den Augen und Händen, wenn man im gleißenden Scheinwerferlicht steht? So mancher sucht Halt am festen Rednerpult oder Papier. Mit stetem Blick lassen sich Zeile für Zeile geschliffen formuliert vorlesen und der beängstigenden Blickkontakt mit der mehr oder minder großen Menschenmenge lässt sich auf diese Weise gut vermeiden. - Schlafgarantie fürs Publikum inbegriffen! Monotones Vorlesen ist ebenso eintönig wie ermüdend. Formulieren Sie lieber anhand von Stichworten und einigen eingängigen Sätzen frei. Ihre Hände sollten Sie ruhig dazu benutzen, das Gesagte zu unterstreichen und der Blickkontakt mit Ihrem Publikum lässt Sie auf nonverbalem Weg den richtigen Draht zum Publikum finden.
"Ich bin Frau Ingrid Schnuschel-nuschel-nuschel..." Beim Vornamen gaben Sie sich noch richtig Mühe, doch dann war wieder alles vorbei. Im Schweinsgallopp und mit möglichst wenig Lippenbewegungen fegten Sie durch die vorbereiteten Stichwörter. Im Gesicht so manchen Zuhörers zeichnete sich ungläubiges Staunen ab und als Sie sich am Ende setzten, flüsterte Ihnen Ihr Nebenmann ins Ohr: "Dieses Tempo war wirklich beeindruckend!" Nur in der anschließenden Diskussion merkten Sie, dass keiner Ihrer Zuhörer auch nur ein Wort von Ihren wortreichen Maschinengewehrsalven begriffen hatte. Der beste Aufbau und die überzeugendsten Argumente kommen nicht an, wenn das Publikum Sie rein akustisch nicht versteht. Eine klare und deutliche Sprache ist in jeder Präsentation ein absolutes Muss.
Klappt nicht? Macht nichts. Denn hier hilft nur eines: Üben, üben, üben...
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