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Weihnachten und Silvester sind schon wieder passé und unversehens sitzen Sie wieder an Ihrem alten Schreibtisch in Ihrem alten Büro und erledigen die immer gleichen Aufgaben. Dabei hatten Sie sich doch fest vorgenommen mit mehr Elan an die Dinge heranzugehen. Doch wie die meisten guten Vorsätze, ist auch dieser schnell wieder in Vergessenheit geraten.
Woher kommt der schnelle Motivationsverlust? Warum fällt es vielen Menschen so schwer, selbst gesteckte Ziele auch zu erreichen? Häufig liegt es daran, dass die Ziele zu groß und zu ungenau formuliert sind. Wer beispielsweise ein neues Projekt in Angriff nehmen möchte und gleich am ersten Tag sichtbare Ergebnisse erwartet, wird den Feuereifer nicht lange durchhalten können und nach ein paar Tagen frustriert die Bilanz ziehen, es wieder nicht geschafft zu haben. "Besser ist es, sich ein klares Ziel zu setzen und es dann in Etappen einzuteilen", sagt Karriereexperte Jürgen Hesse. "Überlegen Sie sich in Ruhe, welche Schritte zum Ziel führen und fassen Sie zunächst das erste Zwischenziel ins Auge, dann werden Sie mit Sicherheit nach einiger Zeit erste Erfolge sehen, sind dann gleich noch motivierter und können das neue Etappenziel in Angriff nehmen." Auch ein negatives Selbstbild kann zu einem schnellen Motivationsverlust führen. Wer hingegen glaubt, etwas bewegen zu können, der schafft das auch.
Was uns generell zur Arbeit motiviert, darüber gibt es ganz unterschiedliche Auffassungen. Die einen arbeiten in erster Linie, um sich finanziell abzusichern, für die anderen zählt vor allem die gesellschaftliche Anerkennung, eigenverantwortliches Handeln oder die Identifikation mit einer sinnvollen Aufgabe. Wer in seiner Tätigkeit persönliche Befriedigung, Spaß und Anerkennung findet, für den spielt Geld eher eine untergeordnete Rolle. Er ist ja bereits aus eigenem Interesse mit vollem Engagement bei der Sache.
Doch selbst bei diesen Glücklichen ist die Motivation nicht immer gleich stark. Sie kann sogar täglich schwanken. An Ihren schlechten Tagen oder wenn Sie mit Ihrer Arbeitssituation generell unzufrieden sind, brauchen Sie also eine Methode, um sich selbst zu motivieren. Das ist nicht nur wichtig, um Ihrem Chef jederzeit eine gute Arbeitsleistung präsentieren zu können, sondern auch, um den eigenen Arbeitsalltag zu gestalten und langfristige Ziele zu erreichen.
Wir geben Ihnen hier vier Techniken an die Hand, die dabei helfen, sich selbst zu motivieren. Jede einzelne hat ihre besonderen Vorzüge. Finden Sie heraus, welche am besten zu Ihnen passt! Sind Sie eher der rationale Typ, dann passt eine der methodisch, analytischen Strategien (1+2) wahrscheinlich besser zu Ihnen. Bezeichnen Sie sich als emotionalen Menschen, eignen sich wohlmöglich die Techniken, die viel mit Vorstellungskraft und Visualisierung arbeiten (3+4).
Wie schon erwähnt, ist es wichtig, dass Sie Ihre Ziele so klar und deutlich wie möglich definieren. Wenn Sie sich sagen "Ich will diesen Job gut machen." ist das zwar schön und gut, aber zu schwammig und undefiniert. Denn der Vorsatz, etwas gut machen zu wollen, lässt sich nicht messen. Hilfreich ist es dagegen, wenn Sie sich beispielsweise das Zwischenziel setzen, Ihre EDV-Kenntnisse in einer Weiterbildung aufzufrischen, um damit Ihren Job besser bewerkstelligen zu können. Dieses Ziel lässt sich sehr gut messen. Je genauer Sie Ihr Vorhaben beschreiben und bemessen können, desto realistischer ist eine erfolgreiche Umsetzung.
Schreiben Sie sich eine To-Do-Liste, auf der Ihr Ziel in Zwischenschritte untergliedert ist. Hier sollten alle Etappen stehen, die zur Bewältigung Ihrer Aufgabe notwendig sind und das in einer sinnvollen Reihenfolge. Sobald einzelne Punkte erledigt sind, können Sie sie genussvoll abstreichen und sehen schwarz auf weiß wie viel Sie geschafft haben und was noch zur Erreichung des Ziels fehlt. Es kann hilfreich sein, solche Listen in regelmäßigen Abständen zu erneuern. Probieren Sie es aus, in welcher Form Ihnen eine Liste am meisten hilft! Viele Arbeitnehmer erstellen sich für jeden Tag eine Liste. Damit schließen Sie den Tag ab, haben den nächsten schon vorbereitet und können sich nun ganz Ihrer Freizeit widmen.
Visualisieren Sie die Aufgabe, die vor Ihnen liegt. Das heißt: Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge Bilder erstehen, die Sie zu einem Film immer wieder neu zusammenfügen. Dabei sollten Sie nicht als Ihr eigener Zensor fungieren. Auch wenn Ihre Bilder im ersten Moment nichts mit der Thematik zu tun zu haben scheinen, vielleicht geben Sie Ihnen doch den entscheidenden Fingerzeig. Um Ihre Selbstmotivation noch zu steigern, hilft es auch, sich vorzustellen, wie Sie Ihren Chef die Patentlösung des Problems präsentieren oder wie Sie aufgrund Ihrer großartigen Leistungen mit Jobangeboten überhäuft werden. Achten Sie auf Ihre Gefühle, die diese Filme erzeugen und nehmen Sie sie mit, um Ihre Aufgaben umzusetzen.
Verinnerlichen Sie, dass Sie die Macht über die eigenen Gedanken haben! Denn Ihr Denken wirkt sich auf Ihren Erfolg aus. Mit negativen Gedanken wie "Das schaffe ich nie! ", werden Sie es tatsächlich nicht schaffen. Denn das Gehirn ist auf alle negativen Aussagen wie "nicht" und "nie" etc. programmiert und speichert sie auch so ab. Das ist wenig motivierend. Programmieren Sie Ihr Gehirn ab jetzt also um. Bei dieser NLP-Methode (Neurolinguistische Programmierung) ersetzen Sie alle negativ formulierten Gedanken durch positive: "Ich bin sicher, dass ich das schaffen werde!" Sie werden merken, bald kommen die positiven Gedanken wie von selbst, denn Ihr Gehirn stellt sich langsam, aber sicher darauf ein.
Bei aller Motivation, bleiben Sie gelassen. Denn wie alle Techniken benötigt auch die der Selbstmotivation Übung. Nehmen Sie kleine Rückschläge hin, ohne sich entmutigen zu lassen und bleiben Sie am Ball. Die Mühe lohnt sich!
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Alexandra Jabs
030 / 2888 570