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Gesucht: Alleskönner und Traumkandidaten. Viele Stellenanzeigen sind so formuliert, dass sich kaum jemand traut, seine Bewerbung einzureichen. Über die Aufgaben und den Arbeitsalltag hingegen steht wenig bis nichts. Alles reines Kalkül.
Gerade Unternehmen, die sich vor Bewerbungen kaum retten können, nutzen Stellenanzeigen, die scheinbar nur von Genies besetzt werden können. Eine Taktik, um die Zahl der Bewerber, die nicht einmal annähernd passen, zu reduzieren und so Zeit und Arbeit zu sparen. So werden bei der MTU Aero Engines in München, laut einem Artikel der Zeit, nur Kandidaten eingeladen, die mehr als 75 Prozent der gestellten Anforderungen erfüllen. Dabei sind mangelnde Fachkenntnisse ein sofortiges Ausschlusskriterium, während Soft Skills wie Teamfähigkeit und Kollegialität erst im Vorstellungsgespräch getestet werden. Für Thomas Rübel, Geschäftsführer vom Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader, sprechen Stellenanzeigen ihre ganz eigene Sprache. Zu ihrer Entschlüsselung ist es vor allem wichtig, die Soll- und Kann-Kriterien von Stellenanzeigen zu unterscheiden. Von der Qualität einer Stellenanzeige lässt sich seiner Meinung nach auch auf die Qualität des Unternehmens schließen. Weil selten etwas zu den alltäglichen Aufgaben geschrieben steht, kommt für den einen oder anderen im Job dann das böse Erwachen.
Weitere Informationen unter: http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2010-11/stellenanzeigen-verstehen
Verena Schorcht
030 / 2888 570