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Oft gestaltet sich die Bewerbung und der Jobwechsel schwieriger als gedacht, da die potentiellen neuen Arbeitgeber mit ihrer Zusage schon einmal mehrere Monate auf sich warten lassen. Unzählige Bewerbungsrunden müssen die Bewerber teilweise bis zur endgültigen Entscheidung der Personaler durchlaufen.
Erst die schriftliche Bewerbung, dann ein Telefoninterview gefolgt von einem Assessment-Center und diversen Vorstellungsgesprächen - So sieht heutzutage bei vielen Unternehmen der Bewerbungsprozess aus. Wie Sueddeutsche.de berichtet, wollen Personaler bei ihrer Entscheidung jemanden einzustellen auf Nummer sicher gehen und das kann dann auch schon einmal dazu führen, dass sich der Prozess über mehrere Runden und Monate erstreckt. Das ist besonders anstrengend, wenn der Bewerber noch in seinem alten Job ist und der Arbeitgeber nichts davon erfahren soll. Dann wir auch ein überraschendes Telefoninterview zum Problem. Ganz zu schweigen von den freien Tagen, die für die diversen Vorstellungsgespräche und das Assessment-Center genommen werden müssen. Jürgen Hesse bestätigt den Trend zum aufwendigen Bewerbungsverfahren. "Etwa 80 bis 90 Prozent der Bewerbungsgespräche verlaufen heutzutage in Form mehrerer Runden oder als Assessment Center". Grund dafür sei vor allem das wachsende Sicherheitsbewusstsein der Arbeitgeber. "Man will sichergehen, dass man den Besten auswählt, und viele Firmen tun sich schwer mit Einstellungen, weil die Kandidaten am Anfang mehr kosten, als sie einbringen. Immerhin verlässt jede vierte Führungskraft das Unternehmen noch im ersten Jahr". Vor allem Schauspieler sollen durch die verschiedenen Runden ausgemacht und aussortiert werden. Hesse rät den Jobsuchenden eine Kernbotschaft zu signalisieren. "Wenn man begreift, wofür man steht, dann kann man auch überzeugen", so die Meinung des Experten.
Weitere Informationen unter: http://sueddeutsche.de/karriere/langwierige-bewerbungsverfahren-kandidat-in-der-endlosschleife-1.998250
Verena Schorcht
030 / 2888 570