In diesen Tagen kann es Ihnen leicht passieren, dass Sie zum Thema Fußball um Ihr Votum, nein, Einschätzung, nein, Vorhersage, na, was auch immer… gebeten werden. Stellen Sie sich dann bloß nicht so an und versuchen Sie erst gar nicht, sich zu entschuldigen. Mit Ausreden wie "Ich bin nicht Fan eines Spieles, wo 2 mal 11 Männer einer runden Sache hinterherlaufen", kommen Sie wahrscheinlich nicht weit, sondern werden höchstens in eine Diskussion verwickelt. Sehen Sie es doch einfach so: Zu irgendeinem Zeitpunkt laufen wir schließlich alle mal (mehr oder weniger schnell) irgendetwas hinterher – in der Hoffnung, dass die Sache rund wird. Eventuell dem Glück, das mancher schon überholt und aus den Augen verloren hat, oder auch der Zukunft... aber das ist ein ganz anderes Thema.
Entlassung: Für eine gegessene Boulette, zwei verschwundene Pfandbons, ein abhanden gekommener Kugelschreiber, ja, für die banalsten Dinge im Arbeitsalltag haben Mitarbeiter schon ihren Job verloren. Und selbst wenn es vor Gericht geht, sind diese Verfahrensweisen oftmals auch noch ausdrücklich bestätigt worden. Seien Sie also auf der Hut – und aufgepasst, das ist jetzt ganz neu: Gewöhnen Sie sich endlich das Rauchen ab! Denn dafür wurde erst kürzlich einem Arbeitnehmer gekündigt. Sein Vorgesetzter wollte nicht länger die außerhalb des Büros eingelegten, über den Tag verteilten Raucherpausen hinnehmen. Mit deutlich über 50 und vielen Jahren im Dienste des Unternehmens hätte dieser Mitarbeiter sehr schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt gehabt. Und da hatte sogar das Arbeitsgericht ein Einsehen.
Aber mal ehrlich: Ohne Rauchen ist besser, sage ich Ihnen als Nichtraucher, ansonsten riskieren Sie eine dramatisch verkürzte Rente. Aber die ist ja so wie so nicht mehr sicher.
Blöde Frage: Was sind die Hauptworte des Lebens? Also Ihre ganz persönlichen? Wenn Sie jetzt an das Glück denken, Partner , Kinder – schön und gut. Junge Menschen neigen dazu "Spaß" für eins der wichtigsten Hauptworte des Lebens zu halten. Verständlich! Sigmund Freud, Mediziner und Erfinder der Psychoanalyse soll auf die Frage, was ein Mensch können sollte, nur kurz und knapp geantwortet haben: Lieben und Arbeiten. Sicher sind das ganz wichtige Hauptworte. Wenn Sie liebe Leserin, lieber Leser, unter 40 sind werden Sie eventuell nicht so schnell darauf kommen. Aber glauben Sie mir: Vor der Liebe und der Arbeit steht - jedenfalls aus meiner Sicht - die Gesundheit. So lange sie vorhanden ist, kein Problem, wird kaum ein Gedanke dran verschwendet. Aber wehe wenn… Vielleicht denken Sie mal darüber nach, über Ihre Hauptworte und das Thema Gesundheit. Vielleicht doch keine so ganz blöde Frage.
Ich fahre sehr gerne mit der Bahn, aber ich hasse diese permanente Handy-Telefoniererei meiner Mitreisenden. Was muss ich mir da alles anhören, ungefragt, unfreiwillig. Die Leute telefonieren dermaßen laut, als ob sie mit ihrer Stimme die akustischen Störungen wettmachen könnten. Und dann die Klingeltöne! Geschmacklos und gleichzeitig doch auch faszinierend zu beobachten wie meine Mitreisenden darauf reagieren. Unsicher, ob es sich nicht um ihr eigenes Handy handelt, das da einbricht. Und wenn, dann hastig suchend, um den als laut und aufdringlich mahnend erlebten Signalton möglichst schnell zu stoppen, kurz noch einen Blick aufs Display um zu wissen, um wen es sich handeln könnte. Schrecklich! Ich plädiere für eine handyfreie Zone in den Zügen, wie beispielsweise im Krankenhaus. Habe ich schon gesagt, dass i c h kein Handy besitze!
Neulich wurde ich von Psychologie heute interviewt zum Thema Tratsch und Klatsch am Arbeitsplatz. Ist es nicht so: Jeder liebt den Verrat aber niemand den Verräter! Will sagen: Wir klatschen und tratschen alle ganz gerne, aber eigentlich ist es unter unserem Niveau. Was macht es mit uns, was steckt in mir, dass ich natürlich das neueste Gerücht über X und Y auch mitbekommen möchte. Neugier allein kann dafür nicht der Grund sein. Es hat etwas mit unserer Dreiecks-Beziehung zum Überbringer und dem Tratschobjekt zu tun. Etwas vielleicht auch auf geheimnisvolle Weise Verbindendes, egal ob es uns gefällt oder nicht.
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