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Thema: Networking


08.05.2009

Nomen est omen?!

Urteil zu Namensketten

Elisabeth Noelle-Neumann-Maier-Leibnitz, bekannte Meinungsforscherin vom Bodensee, sammelte nicht nur Umfragedaten, sondern auch Namen - ist ihre Vierfach-Kette ein Namensungetüm oder doch eher ein Blickfang? Bleiben Namensketten gerade wegen ihrer Länge im Gedächtnis haften?!

Mit Namensketten mussten sich jüngst die höchsten Richter in Karlsruhe auseinandersetzen. Gründe für solche Namensketten wie Das brauche ich für mein Selbstmarketing oder Ich mache damit seit Jahren Werbung für meine Praxis ließ das oberste deutsche Gericht nicht gelten. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Monat entschieden, dass Dreifachnamen in der Ehe weiterhin verboten bleiben. Die Gesetzeslage besagt, dass Eheleute bei der Heirat auch künftig keine Namensketten aus drei oder mehr Nachnamen bilden dürfen. Die Verfassungshüter haben damit ein entsprechendes Verbot aus dem Jahr 1994 bestätigt. Danach dürfen Verheiratete zwar ihre Nachnamen kombinieren - aber nur, wenn nicht einer von beiden bereits einen Doppelnamen führt.

Die Kläger - ein Münchener Ehepaar - sahen damit ihr Persönlichkeitsrecht verletzt. Die Frau argumentierte, dass sie als Zahnärztin beruflich bereits etabliert ist und deshalb ihren Namen nicht einfach ablegen kann. Nach den Worten des Ersten Senats greift das Verbot zwar in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ein. Die Regelung sei aber legitim, weil der Gesetzgeber damit lange, unpraktikable Namensketten verhindern wolle. Zugleich solle damit die Identifikationskraft des Namens gesichert werden. Drei der acht Richter stimmten gegen die Entscheidung. Birgt eine Namensänderung bzw. Verkürzung tatsächlich berufliche Nachteile?

Diplom-Psychologe Jürgen Hesse kommentiert: Nein, eher nicht - mit Namen können Sie für Ihr Selbstmarketing durchaus Eindruck schinden. Jedoch sollten diese dann positiv hervorstechen. Dazu gehören ganz klar Adelsprädikate oder auch akademische Grade wie der Doktortitel. Es kommt aber auch auf den Anlass oder den beruflichen Zusammenhang an. So machen sich "von und zu’s" in der PR-Branche als Türöffner immer noch gut. Auch die Bereiche Wohltätigkeit und Fundraising sind eine Spielwiese für klangvolle Namen und Titel. Sie suggerieren Weltläufigkeit, Vertrauen und Seriosität. Die klassischen Doppelnamen bei Frauen, in den 70er und 80er Jahren auf ihrem Höhepunkt, werden von Männern hin und wieder noch spöttisch kommentiert. Sie sind jedoch inzwischen gesellschaftlicher Konsens, können aber sperrig und umständlich, regelrecht langatmig wirken.

Wirklich gravierende berufliche Nachteile sind nicht zu erwarten. Hier noch einige praktische Tipps gibt es für Ihre Namens-Werbung:

Doppelnamen sind in Ordnung oder die Partner behalten einfach ihre ursprünglichen Namen oder einigen sich auf einen Doppelnamen, der gut klingt und möglichst kein Zungenbrecher ist. Denn auch bei Namen gilt: Weniger ist mehr! Das erkannte auch die eingangs erwähnte Meinungsforscherin. Inzwischen hat sie sich auf das Notwendigste beschränkt: Noelle.


Steffen Westermann



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