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Thema: Vorstellungsgespräch


07.01.2017

Das Vorstellungsgespräch ist wie eine Autofahrt ...

... bleiben Sie am Steuer! - mit unserer neuesten Top10 Liste

Ein Vorstellungsgespräch ist wie eine Autofahrt in der Stadt. Es erfordert vom Fahrer ständige Aufmerksamkeit, schnelle Reaktionszeiten, Beachtung der Verkehrsregeln und Flexibilität. Ist z. B. eine Straße unerwartet gesperrt, muss schnell eine Alternative gewählt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie sind der Taxifahrer, der Personaler ist Ihr Fahrgast. Er bestimmt also das Ziel. Sie aber haben die Möglichkeit, den Weg dahin mitzubestimmen und wenn nötig Schleichwege zu nutzen. Denn Sie sitzen am Steuer. Werden Ihnen also beim Vorstellungsgespräch unangenehme oder gefährliche Fragen gestellt, agieren Sie wie ein Taxifahrer: aufmerksam, vorsichtig, flexibel und immer bereit, Umleitungen und Schleichwege mit in die Route einzubeziehen.

Top10: Die Kunst, sich aus unliebsamen Fragen herauszuwinden

  1. Reagieren Sie schnell, reden Sie aber langsam. Eine deutliche Verzögerung bei der Beantwortung einer Frage im Vorstellungsgespräch lässt Sie selbstunsicher wirken, im Extremfall könnte man auf die Idee kommen, dass Sie sich gerade „etwas zusammenzimmern“. Ein schnelles Sprechtempo verrät aber Ihr Unbehagen und weist auf eine mögliche Schwachstelle im Lebenslauf hin.

  2. Stellen Sie eine Verständnisfrage. Ihre Frage: „Haben ich Sie richtig verstanden, Sie möchten von mir wissen, ob ... oder meinten Sie ...? Damit gewinnen Sie ein wenig Zeit zum Nachdenken, ohne negativ aufzufallen. War dem Personaler die Beantwortung der Frage nicht wirklich wichtig, könnte er eventuell sogar gleich zur nächsten Frage übergehen.

  3. Die Null-Information. Beantworten Sie die unangenehme Frage mit belanglosem Material. „Wie lange sind Sie insgesamt arbeitsuchend?“ Ihre Antwort: „Ja, ich freue mich sehr, dass ich von Ihrer Firma zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde“. Nutzen Sie diese Technik jedoch nicht zu oft, ansonsten entsteht der Eindruck, sie reden aneinander vorbei.

  4. Bleiben Sie vage. Fragt der Personaler „Was genau haben Sie in Ihrem letzten Job verdient?“, so lautet Ihre Antwort: „Nicht wirklich mehr als branchenüblich“. Ihre Antwort ist noch raffinierter, wenn sie eine besondere Kompetenz des Personalers suggeriert: „„Sie wissen ja selbst, dass man in der Branche nicht übermäßig viel verdient“. Ihr Gegenüber wird danach kaum seine Ahnungslosigkeit preisgeben wollen.

  5. Machen Sie Nebensächliches zum Hauptthema. Beginnen Sie mit der Beantwortung der Frage, lenken Sie dann aber die Aufmerksamkeit auf einen nebensächlichen Aspekt und erläutern Sie diesen ausführlich. „Warum haben Sie nicht zu Ende studiert?“ Ihre Antwort „Ich war damals mit dem Erasmus-Programm in Frankreich, das Land finde ich nach wie vor total faszinierend, das ist übrigens der Grund, warum ich mich immer noch sehr intensiv mit der französischen Literatur befasse ...“.

  6. Signalisieren Sie vermeintliche Zustimmung. „Denken Sie auch, dass in der Politik grobe Fehler gemacht wurden?“ Ihre Antwort: „Ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass man sich mit dieser Frage auseinandersetzen muss. Wir leben in schwierigen Zeiten ...“. Ihr Gegenüber wird sich verstanden fühlen und übersehen, dass die Frage gar nicht beantwortet wurde.

  7. Stellen Sie eine Gegenfrage. Beispiel: „Sind Sie ein Einzelkind?“ Ihre Antwort: „Und Sie?“ oder alternativ: „Ist das wichtig für den Job?“. Bei einer Gegenfrage müssen Sie sehr auf den Ton achten, damit diese nicht als überheblich empfunden wird. Beobachten Sie unbedingt den Gesichtsausdruck des Personalers bei Ihrer Gegenfrage. So können Sie eine Irritation sofort erkennen und dieser schnell entgegenwirken, indem Sie die Ihnen gestellte Frage, zumindest zum Schein (siehe die anderen Strategien), beantworten.

  8. Setzen Sie Humor ein. Das ist in einer Bewerbungssituation zwar schwierig, aber wenn die Situation und das Thema es erlauben, kann man mit Hilfe dieser Technik zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der unangenehmen Frage ausweichen und Sympathie für sich mobilisieren. „Was verdienen Sie denn in der aktuellen Position?“. Ihre Antwort: „Ich verdiene bestimmt weniger, als ich verdiene ... bin jedoch trotzdem mit dem Gehalt zufrieden, Geld ist nicht alles“ (dabei nett lächeln).

  9. Ihre letzte Waffe: klare Abgrenzung. Ist die gestellte Frage unzulässig oder gar völlig unmöglich: „Sind Sie homosexuell?“ oder auch: „Haben Sie schon mal als Kind etwas gestohlen?“, grenzen Sie sich klar ab. Ihre Antwort: „Ich finde nicht, dass diese Frage zu einem Vorstellungsgespräch gehört“. Nach einer solchen Frage werden Sie ohnehin keine Lust mehr verspüren, für dieses Unternehmen zu arbeiten!

  10. Und wenn alles hier Empfohlene nicht infrage kommt: Bedauern Sie! Ist Ihnen eine Frage viel zu privat, das Gespräch aber insgesamt bis dato sehr gut verlaufen, sollten Sie lieber einen versöhnlichen Ton anschlagen. Hier empfiehlt sich die Bedauernsformel. „Ich bitte um Verständnis, aber darüber möchte ich jetzt nicht sprechen, es tut mir leid“. Ein einfühlsamer Personaler wird Ihr Schweigen zu der speziellen Frage akzeptieren und zum nächsten Punkt seines Fragenkatalogs wechseln.

Schwierige Fragen im Vorstellungsgespräch können Bewerber stark verunsichern und den Erfolg des Vorstellungsgesprächs gefährden. Wer sich im Vorfeld ein paar rhetorische Kniffe aneignet, lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Mit dieser Top10 Liste haben Sie Exit-Strategien, um kritische Phasen beim Vorstellungsgespräch erfolgreich zu bestehen.


Donatella Locci Hesse



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