
| 1. | Entscheidungsfindung |
| 2. | Entscheidungshilfe |
| 3. | Die Entscheidung verkünden |
| 4. | Die Chancen Risiko Analyse |
| 5. | Kreativitätstechniken |
Für jede Entscheidungsfindung brauchen Sie Informationen. Erstellen Sie eine Liste, welche Details und Daten Sie benötigen, die wirklich erforderlich sind, um Ihre Entscheidung zu treffen. Anschließend schreiben Sie eine zweite Liste, die Informationen enthält, die nicht ganz so wichtig sind, aber beispielsweise spezielle Bedürfnisse von Kunden oder Kollegen abdecken. Denken Sie darüber nach, woher Sie all diese Fakten am besten erhalten können. Stufen Sie alle gesammelten Daten in einer Reihenfolge ein. Widmen Sie sich zuerst den wirklich wichtigen Informationen und dann den Daten, die eine Entscheidung abrunden würden oder verbessern könnten.
Wichtige Materialien sind beispielsweise in der Fachpresse, im Internet, in Ihren eigenen Unterlagen, in Geschäftsberichten etc. zu finden. Es sind aber nur die Dinge wichtig, mit denen Sie Ihr klar definiertes Ziel erreichen. Manche Informationsquellen sind nicht wirklich neutral, weil sie beispielsweise im Auftrag einer Firma oder Institution verfasst wurden. Also empfiehlt es sich, ihre Herkunft zu überprüfen.
Mit etwas Konzentration werden Ihnen die Stichwörter, nach denen Sie suchen, ins Auge fallen. Sie ersparen sich mit diesem Querlesen (Buchempfehlung
Effektiv Lesen) eine Menge Zeit und können sich so sicher sein, nur das wirklich Wichtige gelesen zu haben.
Würde es zu lange dauern, an eine Information zu kommen, beispielsweise, weil sie erst in einem Archiv gesucht werden muss oder der Experte für diese Frage erst in drei Tagen wieder erreichbar ist, verzichten Sie darauf. Gespräche mit Experten sind hilfreich für die Wissensbeschaffung, weil sie Ihnen direkt die notwendigen Informationen geben und Ihnen sagen können, wo Sie zu finden sind. Aber bedenken Sie immer die Zeit, die Sie haben, ohne sich unter Druck zu setzen. Selbst eine Stunde kann eine Menge Zeit sein, wenn Sie einen detaillierten Plan haben, wie Sie diese Stunde nutzen und wenn Sie ruhig genug bleiben.
Manchmal können Sie eine Entscheidung nicht alleine fällen. Entweder sind an diesem Prozess mehrere Personen beteiligt oder Sie benötigen einen Expertenrat, um Ihre Entscheidung zu untermauern. Es ist auch denkbar, dass Sie aus strategischen Gründen Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte in die Entscheidungsfindung einbeziehen müssen, um sie nicht zu verprellen. Dieser Expertenrat sollte sich aus Personen zusammensetzen, die aus den unterschiedlichsten, für das Thema relevanten Bereichen kommen. Damit schließen Sie aus, dass Ihnen ein wichtiger Aspekt Ihrer Überlegungen verloren geht. Außerdem können Sie von ihren unterschiedlichen Denkansätzen profitieren. Nicht umsonst stellen wirtschaftliche Unternehmen gerne Geisteswissenschaftler ein, um die Lösung eines Problems einmal von einem ganz anderen Standpunkt anzugehen.
Es ist ratsam, mit allen Personen so rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, dass ihnen Zeit bleibt, sich darauf vorzubereiten und nicht der Eindruck entsteht, überrumpelt zu werden und unter Druck zu stehen. Hektik zu verbreiten, führt zu nichts. Es kann niemand etwas dafür, dass Sie unter Druck stehen. Sie blockieren höchstens auch noch die Denkprozesse Ihrer Kollegen damit. Grundregel eines erfolgreichen Gesprächs ist es, seinem Gegenüber genau zuzuhören und ihm durch kurze Gegen- und Verständnisfragen zu signalisieren, dass Ihnen seine Meinung wichtig ist – auch dann, wenn Sie bereits nach wenigen Minuten merken, dass Ihnen dieses Gespräch nicht weiterhelfen wird. Machen Sie sich immer Notizen über alle wissenswerten Informationen. Notieren Sie sich neben Datum, Uhrzeit und dem Namen des Gesprächspartners alle wissenswerten Informationen. Damit haben Sie schon wieder den Kopf für das nächste Gespräch frei und später die Möglichkeit, notfalls Ihren Gesprächspartner an das Gesagte zu erinnern und zu "binden".
Filtern Sie die Ratschläge heraus, die für Ihre Entscheidungsfindung effektiv sind. Bewerten Sie die Ratschläge nach ihrem Inhalt und nicht danach, wer sie Ihnen gegeben hat. Auf Eitelkeiten oder Rangordnungen dürfen und müssen Sie keine Rücksicht nehmen. Schließlich geht es um die bestmögliche fachliche Entscheidung.
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