
Zu den wichtigsten Aufgaben einer Führungsposition gehört die Entscheidungsfindung. Viele Menschen scheuen sich aber, eine Entscheidung zu treffen. Sie sind unsicher bei der Abwägung der Details, haben Angst vor Fehlern oder möglichen Konsequenzen. Diese Scheu führt häufig dazu, dass wichtige Entscheidungen so lange aufgeschoben werden, bis es fast zu spät ist, und daraus unübersehbare Konsequenzen entstehen können.
Diese Blockade können Sie aber mit relativ leichten Mitteln durchbrechen. Verschiedene Strategien und Methoden ermöglichen es Ihnen, auch kurzfristig eine schnelle Entscheidung treffen zu können, hinter der Sie auch gegen alle mögliche Kritik stehen können, weil sie gut durchdacht ist.
Der wichtigste Tipp vorneweg: Auch wenn es schwer fällt – konzentrieren Sie sich immer nur auf das, was Sie gerade tun oder worüber Sie gerade nachdenken. Wenn Sie vor Zeitdruck oder aus Angst zwei Dinge gleichzeitig tun oder zwei Schritte voraus denken, blockieren Sie sich nur selbst. Nur wenn Sie mit Ruhe einen Schritt nach dem anderen abarbeiten, haben Sie zum Schluss alles zusammen, was Sie brauchen, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen.
Zuvor sollten Sie Ihr Ziel detailliert und klar definieren, um auf den richtigen Lösungsweg zu kommen. Eine Hilfestellung wäre eine Aufstellung von spezifischen Fragen zu Ihren Voraussetzungen, unter denen Sie Ihr Ziel erreichen können und zu den Bedingungen, die es erfüllen muss. Das hilft Ihnen später, keine wichtigen Details zur Entscheidungsfindung zu übersehen.
Wenn es um eine Personalentscheidung geht und Sie normalerweise nach der rein fachlichen Qualifikation eines Bewerbers entscheiden würden, ist es bei der Besetzung dieser Stelle vielleicht eher wichtig, wie gut der Bewerber fachliche Qualifikation nach außen verkaufen und emotionale Bedürfnisse wecken kann. Das Ziel: "Ich möchte für die Stelle den bestmöglichen Bewerber" ist in diesem Fall also zu ungenau. Besser ist die Formulierung: "Ich möchte für die Stelle den bestmöglichen Bewerber, der anhand seiner sachlichen und emotionalen Qualifikation unsere fachliche Kompetenz innerhalb des nächsten Jahres gewinnsteigernd unseren Kunden vermitteln kann." Hierfür benötigen Sie noch ein finanzielles Budget, die zu erwartende Gewinnspanne und die Zeit, in der das Ganze passieren muss.
Wichtig ist, dass Sie das Ziel in der Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht, auch umsetzen können. Wenn Sie sich Fragen und Zielsetzung aufschreiben, haben Sie den Kopf frei für den nächsten Schritt und können sich sicher sein, kein Detail zu vergessen.
Der nächste Schritt ist, festzulegen, ob eine Entscheidung für Sie überhaupt ansteht. Vielleicht haben Sie bei der Definition Ihres Zieles festgestellt, dass Sie gar nicht für die Entscheidung verantwortlich sind. Manchmal kann eine Entscheidung nicht getroffen werden, weil eine wichtige, beispielsweise technische Voraussetzung für ihre Umsetzung fehlt, eine Entscheidung aufgrund äußerer Schwierigkeiten momentan unmöglich ist, oder weil erst eine Entscheidung auf anderer Ebene fallen muss. Dann können Sie hier Ihren Denkprozess getrost unterbrechen und auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.
Informieren Sie die Personen und Stellen, die Sie für eine Entscheidungsfindung brauchen oder die auf Ihre Entscheidung angewiesen sind.
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