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In der Theorie unterscheidet man zwei Führungsstile – die tradierenden nach Max Weber und die klassischen nach Kurt Lewin.
Max Weber (1864 – 1920, Nationalökonom und Soziologe) unterteilte in:
Gibt dem Führenden uneingeschränkte Machtfülle und verpflichtet den Untergebenen zu Gehorsam. Die Führungskraft ist Autorität und hat weitgehende Kontrolle (siehe autokratischer Stil)
Zieht seine Legitimation aus der Erfahrung und dem Status des Führenden und beruht auf dessen Güte und Wohlwollen. Auch in diesem Fall genießt der Führende die alleinige Machtfülle, übernimmt eine im großbürgerlichen Sinne väterliche Funktion für seine Untergebenen. Für sie ändert sich im Vergleich zum autoritären Führungsstil nichts. Lediglich ihre Identifikation mit dem Führenden und damit ihre Motivation kann – je nach seiner Persönlichkeit – eine andere sein.
Er basiert noch stärker als der patriarchalische Führungsstil auf der Ausstrahlung, dem Charisma des Führenden. Dieser ist unumschränkte Leitfigur und Vorbild und übt darüber seine Macht über seine Untergegebenen aus. Ist das Charisma des Führenden positiv, kann es in schwierigen Zeiten Ansporn für sie sein. Aber auch hier ist die Beziehung zwischen Führenden und Untergebenen einseitig.
Er ist personenunabhängig. Vorschriften, Gesetze, unabänderliche (bürokratische) Strukturen regeln den Arbeitsablauf. Die Mitarbeiter sind nicht der Willkür einer einzelnen Person ausgeliefert, denn die Macht liegt in den Strukturen. Der Vorgesetzte ist es nur auf bestimmte Zeit und austauschbar. Notwendige Veränderungen oder schnelles, flexibles Reagieren in Krisenzeiten durch die meist starren Regelungen sind allerdings so gut wie unmöglich.
Der Psychologe Kurt Lewin (1890 – 1947) untersuchte Führungsstile im Bezug auf ihren Einfluss auf Produktivität und Effizienz. Er teilte sie in drei Gruppen ein.
Führungsstile sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie prägen. Aus der Erkenntnis, dass es den optimalen Führungsstil nicht gibt, entwickelte sich der situative Führungsstil.
Lewin untersuchte übrigens in den Iowa-Studien den Zusammenhang zwischen Führungsstil und Leistung. Eine Teilnehmergruppe wurde sich selbst überlassen, eine andere arbeitete unter den Bedingungen einer autoritären Führung. Ergebnis: Die Gruppe "ohne Führung" schnitt deutlich schlechter ab im Bezug auf Aufgabeninteresse, Teamgeist und Zufriedenheit. Das bedeutet, dass eine wie auch immer geartete Führung für eine effiziente Leistung und Motivation notwendig ist.
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