
Haben Sie schon verschiedene Vorstellungsgespräche geführt? Dann werden Sie vielleicht bemerkt haben, dass der Personalleiter bei der Firma A ganz ähnliches von Ihnen wissen wollte, wie der Gesprächspartner des Unternehmen B.
Die Gründe dafür sind einfach: Einerseits gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Fragen, die auf genau die Information abzielen, die Ihr potentieller Arbeitgeber braucht, um sich ein Bild von Ihnen zu machen. Zum anderen bereiten sich die Chefs oder Personalabteilungen ähnlich vor und lesen die gleichen Interviewleitfäden oder besuchen die gleichen Fortbildungen.
Der Fragenkatalog ist begrenzt und steht bereits vorher fest. Machen Sie sich daher mit diesen Standards vertraut und nutzen Sie die Chance, bereits vorab passende Antworten zu formulieren/überlegen/vorzubereiten.
Die zehn wichtigsten Fragen:
Das Fragenrepertoire für jede der zehn Phasen des Vorstellungsgespräches ist begrenzt. Für den Gesamt-Pool von maximal etwa 75 Fragen gilt: Nicht alle können Ihnen auf einmal in einem ersten Gespräch gestellt werden. Rechnen Sie mit einer Auswahl von etwa 20 bis 30 Fragen pro Interview. Die wichtigsten zehn Kernfragen kommen in fast allen Gesprächen zum Einsatz.
Aber auch durch eigene Fragen können Sie das Interview/Gespräch und dessen Verlauf entscheidend mit beeinflussen. Hilfreich ist es in jedem Fall, Frage- und Antworttechniken zu beherrschen und zu wissen, wie man auf unangenehme Fragen flexibel reagieren kann.
Tipp: Auf zwei wichtige Situationen sind die meisten Bewerber oft schlecht vorbereitet.
Erstens: wenn sich plötzlich das Frage-Antwort-Spiel umkehrt und man selbst aufgefordert wird, Fragen zu stellen.
Zweitens: wenn es um die Frage nach den Gehaltsvorstellungen geht.
Informieren Sie sich also. Nur wer Bescheid weiß, kann auch Fragen stellen. Und wer keine Vorstellung hat, welches Gehalt der angestrebten Position entspricht, steht dumm da. Bedenken Sie stets: Nicht nur Sie selbst befinden sich im Vorstellungsgespräch auf dem Prüfstand, sondern auch Ihr potentieller zukünftiger Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Beide können sich unter Umständen als ganz schön neurotisch präsentieren/erweisen und dann ist es besser, Sie entscheiden sich gegen den Job.
Grundsätzlich gilt: Beantworten Sie offene Fragen, die Sie nicht nur mit Ja oder Nein beantworten können, weder zu knapp, noch zu ausführlich. Die meist freundlich gestellte Einstiegs- und Aufwärmfrage sollte angemessen beantwortet werden. Sie kann lauten:
Viele Personalchefs eröffnen das Gespräch gerne mit dieser freundlichen Nachfrage. Verstehen Sie diese Frage als Auftakt, der zwischen den Gesprächspartnern zunächst eine lockere Atmosphäre herstellen soll.
Zu allererst sollten Sie sich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch bedanken und ein nettes Kompliment machen. Sie können beispielsweise die gute Lage des Unternehmens loben, die schönen Räumlichkeiten, die gute Werkstattausstattung, den imposanten Fuhrpark oder einfach ein paar nette Worte zur guten Wegbeschreibung oder den freundlichen Empfang finden.
Wichtig bei dieser Frage ist es, einen logischen Zusammenhang zwischen den einzelnen Stationen Ihres Lebens herzustellen. Ein roter Faden sollte klar zu erkennen sein. Überlegen Sie sich eine gute Begründung: Warum haben Sie Ihren Berufseinstieg als Mechaniker begonnen? Warum wollen Sie heute als Konstrukteur arbeiten oder warum wollen Sie jetzt lieber Autos verkaufen als sie zu reparieren?
Ob Ausbildung, Studium oder langjährige Berufserfahrungen – machen Sie Ihrem Gegenüber im Vorstellungsgespräch deutlich, welche Kompetenzen Sie für die ausgeschriebene Stelle mitbringen. Hier können Sie als objektive Argumente auch private Erfolge, Fortbildungen oder Ähnliches anbringen.
Hier gilt: Was Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen im Lebenslauf zu Papier gebracht haben, sollten Sie in dieser Phase überzeugend und gegebenenfalls auch ausführlich darstellen und begründen können.
Im Vorstellungsgespräch möchte der Arbeitgeber oder Personalchef vor allem drei Aspekte überprüfen: Ihre Kompetenz, Ihre Leistungsmotivation und Ihre Persönlichkeit. Diese drei Weichensteller haben Sie bereits in Ihren Bewerbungsunterlagen zum Ausdruck gebracht, nun geht es für den Interviewer darum, auch persönlich einen Eindruck zu erhalten. Allerdings hat sich das Verhältnis verschoben: In Ihren Unterlagen waren die Faktoren Kompetenz, Leistungsmotivation und Persönlichkeit in etwa gleich gewichtet. Im Vorstellungsgespräch geht es zu 75 % um Ihre Persönlichkeit; Kompetenz und Leistungsvermögen spielen nur noch zu einem Viertel eine Rolle.
Auch wenn es Sie Überwindung kostet – hier sind Ihre "Verkaufsargumente" gefordert. Weder Über- noch Untertreibung oder gar Bescheidenheit helfen Ihnen hier weiter. Nur eine gute Vorbereitung, sodass Sie jetzt kurz und präzise antworten können.
Eine erfolgreiche Strategie heißt daher: Präsentieren Sie kurz und knapp Ihre Vorteile in Bezug auf Kompetenz, Leistungsmotivation und Ihre Persönlichkeit.
Mit solchen oder ähnlichen Fragen überprüfen Personaler gerne Ihre Motivation und Ihr Interesse am Unternehmen. Wie stark ist beides? Was bewegt Sie tatsächlich? Aus welcher Situation bewerben Sie sich? Ist der Arbeitsplatz erste Wahl oder nur Kompromiss- bzw. sogar Notlösung? Welches Image hat der Arbeitgeber bei Ihnen?
Auf solche Standardfragen sollten Sie wirklich gut vorbereitet sein und mindestens fünf überzeugende Argumente parat haben. Es handelt sich hierbei um eine der wichtigsten Phasen des ganzen Gesprächs.
Manche Fragen sollen Sie bewusst herauslocken, um zu sehen, wie Sie ansonsten reagieren können.
Was sagen Sie nun? Lassen Sie sich auf keinen Fall provozieren, ärgern oder verängstigen. Bleiben Sie ruhig,
sachlich und gelassen. Sie dürfen sich jetzt nicht gleich rechtfertigen oder zum Gegenangriff übergehen. Auch
darauf kommt es an.
Weitere typische Beispiele sind:
Wie reagieren Sie souverän?
Bei solchen Befragungstechniken geht es immer darum herauszufinden, ob und wie Sie reagieren. Bewahren Sie Gelassenheit. Wirkliche Einwände gegen Ihre Person wird Ihr Gegenüber nie mit Ihnen diskutieren.
Manche Fragen fallen schwer, weil Sie sich diese vielleicht bisher nicht gestellt haben und die gar nicht leicht zu beantworten sind. Gerade diese Fragen sollten Sie gründlich vorbereiten.
"Was sind Ihre Stärken und Schwächen?"
"Was sind beruflich Ihre Entwicklungsfelder?"
"Wo sehen Sie sich in 3 bis 5 Jahren?"
"Was sind Ihre beruflichen Pläne für die nahe Zukunft?"
Fragen zu folgenden Themen brauchen Sie per Gesetz nicht zu beantworten (wobei es einige Ausnahmen gibt, wenn Sie z. B. bei einer kirchlichen Institution arbeiten wollen, gehört die Frage nach der Konfession schon dazu):
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