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Thema: Entscheidungen treffen

Entscheidungshilfe - Die Chancen Risiko Analyse

Entscheidungshilfe

Die Chancen Risiko Analyse

Eine Methode, die als Entscheidungshilfe sehr gut geeignet ist, ist die Chancen Risiko Analyse. Schreiben Sie sich dazu für jede Ihrer Alternativen auf, welche Chancen sie Ihnen eröffnet und welche Risiken sie in sich birgt. Was könnte jeweils im schlimmsten und was im besten Fall passieren, und wie wahrscheinlich wird diese Vorstellung eintreten? Wie viel Risiko können Sie vertragen? Lohnt sich das Risiko für die damit verbundene Chance? Eine solche Entscheidung zu treffen, ist eine reine Typfrage. Sie werden sich anders entscheiden, wenn Sie grundsätzlich bereit sind, ein hohes Risiko zugunsten einer entsprechend gewinnträchtigen, aber nicht garantierten Chance einzugehen, als jemand, der ein kalkulierbares Risiko bevorzugt und dafür eine bescheidenere, aber verlässliche Chance in Kauf nimmt.

Überlegen Sie sich dann die positiven und die negativen Folgen, die Ihre Entscheidung haben wird. Das ist vor allem dann wichtig, wenn sie sich auf Kollegen oder Kunden auswirkt. Können Sie eine Entscheidung, die sich wirtschaftlich positiv auswirken würde, auch tragen, wenn sie personelle Konsequenzen hätte, die sich auf das Betriebsklima oder die Kundenfreundlichkeit auswirken würde? Führen Sie sich zum Abschluss die Vor- und die Nachteile jeder einzelnen Alternative vor Augen. Denn erst jetzt können Sie diese mit Ihrem erworbenen Wissen und anhand der Ihnen bekannten Chancen, Risiken und Konsequenzen sicher und vollständig benennen.

Einige Alternativen können Sie jetzt schon von Ihrer Liste streichen, weil sie nicht durchführbar oder nicht durchsetzbar sind. Um "Betriebsblindheit" oder eine Entscheidung aus persönlicher Vorliebe zu vermeiden, empfiehlt es sich als Entscheidungshilfe, mit Kollegen Ihres Vertrauens oder mit Experten die Sache kurz zu besprechen. Nennen Sie ihnen die verbleibenden Alternativen und schildern Sie alle Fakten, die Sie dazu haben.

Wenn Sie nicht weiterkommen, machen Sie eine Pause. Kümmern Sie sich ein paar Stunden nicht darum. Sind Sie aber in Zeitdruck und bleiben Ihnen nur wenige Minuten, machen Sie trotzdem eine kurze Pause oder vielleicht hilft ein Minutenschlaf. Dazu nehmen Sie Ihren Schlüssel in die Hand, machen Sie es sich auf einem Stuhl bequem und entspannen Sie sich. Wenn Sie nach ein paar Minuten eingeschlafen sind, wird Ihnen der Schlüssel aus der Hand auf den Boden fallen und das Geräusch wird Sie wecken. Sie werden merken, wie frisch Sie wieder sind.

Nach der Pause und mit diesem notwendigen Abstand können Sie Ihre Entscheidung beruhigt treffen und sie mit allen Ihren guten Argumenten verteidigen. Natürlich können Sie sich auch dafür entscheiden, die Dinge zu lassen, wie sie sind und jetzt wissen Sie genau warum Sie sich so entschieden haben.


Entscheidungshilfe Kreativitätstechniken

Alternativen finden

Auch wenn Sie es nicht für möglich halten, innerhalb kürzester Zeit sechs oder sieben alternative Lösungsansätze für ein Problem zu finden, von denen Sie bis vor ein paar Minuten selbst noch nichts wussten, gibt es doch verschiedene Möglichkeiten dafür.

Kreativitätstechniken: Das Brainstorming

Die bekannteste Methode ist die des Brainstorming, allein oder im Team. Man sammelt alles, was einem zum Problem einfällt – Assoziationen zu verschiedenen Stichwörtern, Parallelen zu ähnlichen Situationen und Lösungsvorschläge, egal wie verrückt oder abwegig sie sein mögen. Wichtig ist, sie nicht zu werten oder abzulehnen, sondern aus ihnen etwas Neues zu entwickeln oder sie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Kreativitätstechniken: Die Reizwort-Analyse

Die so genannte Reizwort-Analyse arbeitet ebenfalls mit Assoziationen. Nehmen Sie ein Wort Ihrer Wahl und schreiben Sie alles auf, was Ihnen dazu einfällt – Beschaffenheit, Eigenschaften, Vorkommen, Einsatzmöglichkeiten etc. Finden Sie nun Parallelen zwischen Ihren Notizen und Ihrem Problem heraus und überprüfen Sie, ob Sie die Erkenntnisse über Ihr gewähltes Wort nicht auf Ihr Problem anwenden können.

Kreativitätstechniken: Die Traumlösung

Der schon erwähnte Minutenschlaf kann ebenfalls entscheidend zur Lösung des Problems beitragen. Konzentrieren Sie sich vor dem Einschlafen ganz auf Ihre Fragestellung. Da der Schlaf nur sehr kurz ist, sollten Sie in der Lage sein, sich Ihren Traum zu merken. Egal, ob er sich konkret um Ihr Problem gedreht hat oder nicht – versuchen Sie, die Bilder auf Ihre Situation umzulegen. Ihr Unterbewusstsein ist nicht zu unterschätzen.

Kreativitätstechniken: Malen Sie die Lösung

Viele Menschen fangen an zu malen, wenn sie über etwas nachdenken. Auch Kritzeleien, die beim Telefonieren entstanden sind, sind psychologisch schon oft untersucht worden. Nutzen Sie diese Möglichkeit und zeichnen Sie auf, was Ihnen zum Thema einfällt. Wie beim Brainstorming ist es völlig egal, was es ist oder ob es im Moment einen Sinn macht. Vielleicht gelingt es Ihnen, das, was Sie gezeichnet haben, mit einem Teil Ihres Problems zu assoziieren und daraus eine Lösung zu entwickeln.

Kreativitätstechniken: Die Osborn-Methode

Bei dieser Anwendung analysieren Sie Ihr Problem logisch. Überlegen Sie sich, was Sie an der Problematik verändern würden, an welchen Stellen man etwas wegnehmen oder ausweiten, neu zusammensetzen oder trennen könnte, um zu einer völlig neuen, effizienteren Lösung zu kommen. Erinnert Sie das Problem an eine andere berufliche oder private Situation? Welchen Lösungsweg haben Sie damals gewählt und wie würden Sie sich heute entscheiden?

Kreativitätstechniken: Die Umkehrtechnik

Ziel dieser Technik ist es, den Blickwinkel zu verändern und sich aus zu engen Denkstrukturen zu lösen. Kehren Sie Ihr Problem einfach um und überlegen Sie sich für das umgekehrte Problem Lösungsansätze. Dann verdrehen Sie diese wieder ins Gegenteil und versuchen Sie, sie auf Ihr Problem anzuwenden.

Kreativitätstechniken: Kurz und Gut: Das Bauchgefühl

Folgen Sie einfach Ihrer Intuition. Schreiben Sie sich auf, was Ihnen als Erstes zu der Problematik einfällt und überprüfen Sie, ob es den gesammelten Fakten standhält.

Die Wahl der geeigneten Technik ist eine reine Typfrage. Aber wenn Sie die oben genannten Schritte und eine dieser Techniken kombinieren, werden Sie sehen, dass Ihre Scheu, eine Entscheidung zu treffen, völlig unbegründet war. Nutzen Sie die Chance diese unterschiedlichen Kreativitätstechniken auszuprobieren, um schneller und effektiver eine Lösung Ihrer Probleme zu finden.



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