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Thema: Bewerbung


12.11.2009

Prinzip Hoffnung

Mit der nächsten Bewerbung klappt’s bestimmt

Mit einer Tasse heißem Kaffee in der Hand setzen Sie sich, wie jeden Morgen an Ihren Schreibtisch, um Ihre E-Mails zu checken. Sie fahren Ihren Computer hoch, nehmen einen Schluck, und spüren, wie der heiße Kaffee angenehm Ihre Kehle hinunterläuft und Ihre Lebensgeister weckt. Sie sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass heute die Nachricht da ist, auf die Sie so dringend warten. Sie haben vier neue Nachrichten in Ihrem Postfach. Wird sie dabei sein? Und tatsächlich: Das Unternehmen, bei dem Sie vor einer Woche ein Vorstellungsgespräch hatten, hat endlich geantwortet. Sie öffnen die Nachricht, und Sie merken, wie die Hoffnung der Enttäuschung kurzerhand Platz macht. Resigniert überfliegen Sie den Text "...leider mitteilen... ", "... anderer Bewerber".... ". Ohne den Text genau zu lesen, wissen Sie, dass es wieder eine Absage ist. Wieder keine Chance und keine Aussicht auf einen Job. Dabei waren Sie doch schon so nah dran.

Kennen Sie das? Nicht nur, dass die Absage auf eine Bewerbung an sich niederschmetternd ist, sondern auch die Art, wie sie in der Regel formuliert ist. Überwiegend handelt es sich um Standardsätze oder Floskeln, die selten echtes Bedauern zum Ausdruck bringen und genauso wenig den wahren Grund nennen, warum man sich gegen Sie entschieden hat. Durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das 2006 in Kraft getreten ist, sichern sich Arbeitgeber durch vage bzw. gänzlich fehlende Erklärungen ab, um nicht gegen das gesetzliche Diskriminierungsverbot zu verstoßen. Das heißt, dass in der Absage keinerlei Benachteiligung aufgrund des Alters, des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion, einer Behinderung oder der sexuellen Identität zum Ausdruck kommen darf. Um hier nicht das Risiko einzugehen, dass der Bewerber Rechtsansprüche gegenüber dem Arbeitgeber aufgrund zweifelhafter Formulierungen geltend macht, werden über die wahren Gründe der Entscheidung keine Aussagen getroffen.

Aber mal ehrlich: Ist eine Absage, gerade wenn sie vom Wunschunternehmen kommt, im Grunde nicht immer schmerzlich, egal, wie sie formuliert ist? Abgelehnt, nicht gewollt, zurückgewiesen zu werden kennt sicherlich der eine oder andere aus (gescheiterten) Liebesbeziehungen - das Nein zum eigenen Ich ist eine höchst unangenehme und meist verletzende Erfahrung, die zweifelsohne an jedermanns Ego rüttelt. Dass das so ist, hat mit Ihnen zu tun, nämlich mit Ihren Bedürfnissen.

Nach dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun beruht Ihr (körperliches und seelisches) Wohlbefinden, Ihre innere Balance und Ausgeglichenheit, auf der Befriedigung vier zentraler psychischer Grundbedürfnisse: wertvoll sein, geliebt sein, frei sein und verbunden sein. Mit der Absage des Arbeitgebers fällt einer der zentralen Akteure aus, der in Ihrem Leben für die Befriedigung Ihrer Grundbedürfnisse sorgt, nämlich der Arbeitgeber, oder: die Arbeit an sich. Konzentrieren Sie sich daher auf die anderen Akteure: auf sich selbst, auf positive Beziehungen zu anderen Menschen, auf Ihre engsten Vertrauten. Mit sozialer Unterstützung durch Ihren Partner, Ihre Freunde und Familie fällt es Ihnen sicher leichter, sich gestärkt und selbstbewusst an die nächste Bewerbung zu setzen, denn, genau wie auch die Zusage eines Arbeitsgebers, sorgen diese für das Gefühl des Gebrauchtwerdens, der Anerkennung und Würdigung Ihrer Fähigkeiten (wertvoll sein), der Bestätigung Ihres sympathischen Charakters (geliebt sein) und der Zusicherung, zu einer Gruppe dazu zu gehören (verbunden sein).

Vergegenwärtigen Sie sich außerdem Ihre Erfolge und die Strategien, die Ihnen bei der Bewältigung von schwierigen oder enttäuschenden Situationen bisher geholfen haben. Möglicherweise sind sie Ihnen auch beim Umgang mit Bewerbungs-Absagen hilfreich. Handeln Sie, zeigen Sie Engagement und haken Sie beim Arbeitgeber nach. Greifen Sie zum Telefonhörer und versuchen Sie herauszufinden, warum Sie abgelehnt wurden. Auch wenn Sie sicherlich oft keine erschöpfende Antwort bekommen werden, können Sie es dennoch versuchen, um ggf. Fehler für weitere Bewerbungen zu vermeiden. Sie können auch anbieten, Unterlagen nachzureichen. Wenn Sie mit nur wenigen Konkurrenten in der engen Auswahl standen, bringen Sie sich auf diese Weise dem Arbeitgeber in Erinnerung. Möglicherweise nimmt der Wunschkandidat des Unternehmens das Angebot der Konkurrenz an und Sie können nun in die Bresche springen.

Und für den weiteren Bewerbungsprozess:

Prüfen Sie sich kritisch: Haben Sie wirklich schon alles probiert, um Ihre Chancen auf einen Job zu steigern? Sind Ihre Unterlagen wirklich perfekt? Haben Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft, um an Arbeitgeber und Stellen zu kommen? Entsprechen die Tätigkeitsbereiche, auf die Sie sich bewerben, tatsächlich Ihren Neigungen und Interessen? Schauen Sie auf unserer Homepage nach Beratungen und Seminaren, die Sie genau hierbei unterstützen.

Drei Dinge zum Abschluss:

  1. Es geht sehr vielen Menschen genau wie Ihnen.
  2. Nicht immer hat eine Absage etwas mit Ihnen zu tun. Möglicherweise spielten interne Zwänge oder zeitliche Engpässe eine Rolle bei der Auswahl.
  3. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Jede Absage ist quasi eine Einladung für den nächsten Versuch. Auf zum Neuen!

Juliane Hanisch-Berndt



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